Kirchenmusik Kirchenchor glänzt mit Ausdruck und Gefühl

Der Kirchenchor Thanheim begeisterte mit einer brillanten Aufführung der Pastoralmesse von Johann Obersteiner.
Der Kirchenchor Thanheim begeisterte mit einer brillanten Aufführung der Pastoralmesse von Johann Obersteiner. © Foto: Jörg Wahl
Thanheim / Jörg Wahl 04.01.2018

Mit der brillant vorgetragenen Pastoralmesse in A- und D-Dur von Johann Obersteiner (1824-1896) imponierten die Sängerinnen und Sänger des Thanheimer Kirchenchores unter Chorleitung Walter Kästle den zahlreichen Gottesdienstbesuchern in der bis auf den letzten Platz gefüllten St.-Ulrich-Kirche in Thanheim.

Johann Obersteiner, Sohn eines Försters, komponierte etwa 50 Instrumentalmessen, darunter Mitte des 19. Jahrhunderts auch schon die ersten größeren lateinischen Messen. Ab 1859 25 Jahre hinweg war er  Leiter der Kufsteiner Liedertafel, die er selbst gründete.

Unterstützung erhielt der Thanheimer Kirchenchor bei diesem Auftritt von Thomas Bendrin an der Orgel und den Instrumentalisten Felix Binder (Flöte), Ramona Denisa Heinrich und Diana Schierreich (Violine), Ingeborg Kiesser (Viola) und Katharina Albrecht (Cello).

Pater Erwin Wieczorek ging in seiner Ansprache auf die frohe Weihnachtsbotschaft ein und stellte zugleich eine Verbindung zum Märtyrer Stephanus her. Außerdem erzählte der Geistliche die Geschichte von Theologe und Priester Erasmus von Rotterdam, der im 15./16. Jahrhundert lebte und einer der bedeutendsten Repräsentanten des europäischen Humanismus war. Pater Erwin appellierte an die Kirchenbesucher, den Glauben zu leben und weiter zu vermitteln. Lesungen und Fürbitten verlas Lektorin Boni-Su Heidemann.

Die Pastoralmesse interpretierten der um einige Sänger verstärkte Chor, der Organist und die Instrumentalisten ausdrucksstark und dennoch gefühlvoll. Der Chor bestach besonders durch die Ausgewogenheit der Stimmen und meisterte bei den Messeteilen auch schwierige Passagen mit Bravour. Das Zusammenspiel aller Akteure war perfekt, die Leitung von Walter Kästle präzise. Aber auch der Gemeindegesang kam in dem Festgottesdienst nicht zu kurz. Zusammen wurden bekannte Chöre gesungen. Vor der Wandlung erklang durch das Kirchenschiff das bekannte „Ave Maria“ von William Gommes, gefühlvoll und mit Gänse­hautfaktor vorgetragen von Solist Bernd Pfeffer. Ebenso überzeugte Felix Binder auf der Querflöte zur Kommunion mit „Air“ von Johann Sebastian Bach, einfühlsam an der Orgel begleitet von Walter Kästle.

Am Ende erhielten die Akteure um Chor, Orchester sowie Solisten und Organist mächtigen Beifall für ihr kunstvolles Debüt. Pater Erwin dankte allen Akteuren und Mitwirkenden. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „O du fröhliche“ klang der Gottesdienst aus.

Beim sich anschließenden Steh­empfang im Pfarrsaal sprach Ingrid Kästle Dankesworte an die Akteure sowie Spender und lud zum Glas Sekt ein.

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