Bisingen Ideen fürs Maute-Areal sind gefragt

Ein trauriges Bild: das vor sich hin bröckelnde Maute-Areal. Mitte Juni will sich der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung intensiv mit der Zukunft des immerhin gut 1,5 Hektar großen Geländes – plus der Umgebung – befassen.
Ein trauriges Bild: das vor sich hin bröckelnde Maute-Areal. Mitte Juni will sich der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung intensiv mit der Zukunft des immerhin gut 1,5 Hektar großen Geländes – plus der Umgebung – befassen. © Foto: Stephanie Apelt
Bisingen / Stephanie Apelt 17.05.2018
Möglichkeiten für den Komplex gibt es viele. Mitte Juni diskutiert der Bisinger Gemeinderat darüber im Rahmen einer Klausurtagung.

Endlich gehört das Maute-Areal der Gemeinde Bisingen – doch was jetzt damit tun? Stichwörter wie zukunftsgerechte Wohnformen, Ansiedlung zentraler Einrichtungen für den Nahverkehr, den Tourismus und der gemeindlichen Infrastruktur sind längst gefallen.

Mitte Juni will sich der Bisinger Gemeinderat samt Bürgermeister und Verwaltung in Klausurtagung begeben, um gemeinsam mit Städteplanern über die Chancen und Möglichkeiten für das Maute-Areal zu diskutieren. Hauruck-Entscheidungen, das hatte nicht zuletzt Konrad Flegr (ALB) bei der Haushaltsverabschiedung stellvertretend für alle Fraktionen am Bisinger Ratstisch versprochen, werde es nicht geben. Vielmehr werde auf einen „offenen und abwägenden Entwicklungsprozess“ gesetzt. Ideen und Anregungen aus der Bevölkerung sind dabei gefragt. Bürgermeister Roman Waizenegger hat bereits ganz konkret die Bürgerbeteiligung angekündigt.

Auch der SPD-Ortsverein Bisingen will bei seiner nächsten Versammlung am Donnerstag, 7. Juni, (um 20 Uhr im Gasthaus „Grüner Baum“ in Zimmern) über das Maute-Areal reden, „die Bisinger sollen einfach mal ihr Herz ausschütten können“, sagt Ortsvereinsvorsitzende (und Gemeinderätin) Gisela Birr. „Einer Entwicklung des Areals steht jetzt nichts mehr im Weg und viele Bürgerinnen und Bürger in Bisingen machen sich Gedanken darüber, was alles werden könnte.“ Die SPD-Gemeinderäte wollen diese „Ideensammlung“  dann mit in die Klausur des Gemeinderates nehmen (die zirka eine Woche später ist).

Eines steht aber auch fest: Ganz alleine wird die Gemeinde das Projekt Maute-Areal nicht stemmen können. Investoren sind willkommen. Mittel von Landesseite ebenso. Kämmerer Thomas Neher hat entsprechende Förderanträge auf den Weg gebracht. Am Mittwoch kam schon einmal die Nachricht: Aus dem Städtebautopf des Landes (vom Bund mitfinanziert) bekommt Bisingen 500 000 Euro bewilligt.

Erneut waren die Städtebaufördermittel übrigens sehr gefragt. Es wurden, hieß es am Mittwoch, drei Mal so viele Gelder beantragt wie zur Verfügung stehen. Mit den Mitteln sollen „Ortskerne attraktiv gestaltet, brachliegende Flächen aktiviert und Wohnraum geschaffen werden“, betont Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

500

Tausend Euro bewilligte das Land als weiteren Zuschuss für das Maute-Areal. Das teilte das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau am Mittwoch mit.