Grosselfingen Grosselfingen plant für die Zukunft

Grosselfingen / STEPHANIE APELT 24.06.2014
Vier Architektenbüros treten zum Planungswettbewerb um das Leader-Projekt "Ortsmitte Grosselfingen" an. Freitag werden die Ergebnisse präsentiert.

Grosselfingen plant in der Ortsmitte für spätere Generationen. Doch wie soll die Zukunft aussehen? Und vor allem natürlich auch immer: Was kann und soll finanziert werden?

Was kann eine Gemeinde tun, um das Leben im Dorf zu fördern? Das von der EU unterstützte Leader-Projekt nimmt Gestalt an. Im Herbst 2011 hatte alles mit einer Ideensammlung begonnen. Die Grosselfinger selbst waren gefragt. Schnell zeigte sich, was ihnen am Herzen liegt: der Marktplatz samt Umfeld, der Talbach und der gesamte Bereich rund ums alte Schulhaus. Es gab Arbeitsausschüsse und Ortsbegehungen. Schließlich wurde ein Ideenwettbewerb ins Leben gerufen. Vier Architektenbüros sollten sich ganz konkret Gedanken darüber machen, was mit der Grosselfinger Ortsmitte geschehen könnte.

Mitte März dieses Jahres wurden den Wettbewerbsteilnehmern die Planungsunterlagen übergeben, jetzt am Mittwoch, 25. Juni, wird eine Jury bestehend aus Architekten, Stadt- und Landschaftsplanern sowie Vertretern der Gemeinde die Arbeiten bewerten. Mit dabei: Rottenburgs Baubürgermeister Thomas Weigel, die Architekten Thomas Bamberg und Rüdiger Krisch, Waltraut Pustal, Professorin für Landschaftsplanung, Grosselfingens Bürgermeister Franz Josef Möller sowie die bisherigen drei Fraktionsvorsitzenden Rudi Senner, Antje Lenz und Thomas Haug.

Was dabei heraus kommt, erfahren die Grosselfinger am Freitag, 27. Juni. Ab 17 Uhr werden die Entwürfe im Sitzungssaal des Grosselfinger Rathauses vorgestellt. Und damit sich die Grosselfinger auch wirklich ein Bild machen und ausgiebig diskutieren können, werden die Vorschläge bis 11. Juli im Rathaus zu sehen sein (zu den üblichen Öffnungszeiten oder nach telefonischer Vereinbarung). Danach ist wiederum eine Bürgerversammlung geplant.

Was also soll aus Marktplatz und ehemaligem Gesellenhaus werden? Könnten Rat- und Bürgerhaus - samt eines flexibel nutzbaren (Sitzungs)Saals - im (leerstehenden und baufälligen) Gesellenhaus funktionieren? Oder ist dort doch zu wenig Platz? Noch Ende vergangenen Jahres hatte die Mehrzahl der Grosselfinger Vereinsvorstände um Thomas Haug im Gemeinderat für eine große Mehrzweckhalle im künftigen Bauhof geworben. Zudem gibt es Stimmen, die sich dafür aussprechen, das frühere Gasthaus "Lamm", ebenfalls seit langem leerstehend, zu sanieren und als Saal zu nutzen.

Vielleicht haben die Grosselfinger ja schon abgestimmt. Bei der Wahl vor wenigen Wochen wurde das Gewicht im Gemeinderat klar neu verteilt, zugunsten der Fraktion von Thomas Haug.