Bisingen Gemeinde investiert in ihre Kindergärten

Auch Kindergärten kommen in die Jahre. Um sie modern und zeitgemäß zu halten, hat die Gemeinde Bisingen in den kommenden Jahres einiges zu tun.
Auch Kindergärten kommen in die Jahre. Um sie modern und zeitgemäß zu halten, hat die Gemeinde Bisingen in den kommenden Jahres einiges zu tun. © Foto: Julian Stratenschulte/dpa
Bisingen / Stephanie Apelt 15.09.2018
Gut 600 000 Euro hat es gekostet, den Kindergarten in Thanheim grundlegend sanieren zu lassen. Doch er war nur erste auf der Liste.

Der Bisinger Ortsteil Thanheim war mit einem echten Luxusproblem konfrontiert: So viele kleine Kinder, wie es erfreulicherweise gab, passten einfach nicht mehr in den Kindergarten „Zwergenland“. Also hat die Gemeinde Bisingen investiert: Das Dach des Kindergartens wurde ausgebaut, um im Kindergarten mehr Raum zu haben.

Doch wie es so ist, wenn man eine Baumaßnahme erst einmal anpackt und genauer nachschaut: „Es musste halt doch mehr gemacht werden, als anfangs gedacht“, erinnert sich Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger. Jetzt liegt die Berechnung vor. Gut 600 000 Euro hat die grundlegende, einschließlich energetische, Sanierung gekostet. 220 000 Euro schoss das Land zu, blieben für die Gemeinde rund 380 000 Euro. Im vergangenen Sommer wurde die Einweihung des „neuen“ Kindergartens mit einem großen Fest gefeiert.

Bürgermeister Waizenegger zeigte sich in der jüngsten Gemeinderatssitzung zufrieden. Trotz der schlechten Substanz sei es gelungen, ein „modernes, hochwertiges Gebäude“ zu schaffen. Immerhin: Ein vergleichbarer Neubau hätte gut und gerne eine Millionen Euro veranschlagt. Waizeneggers Dank ging an Architekt Armin Haspel und die beteiligten Firmen für die gute Zusammenarbeit. Thanheims Ortsvorsteher Rudolf Buckenmaier freut sich: „Die Infrastruktur in Thanheim ist hochwertiger geworden.“ Im Augenblick sei der Kindergarten „Zwergenland“ zu gut 85 bis 90 Prozent belegt. Doch Thanheim wartet ja noch auf weiteres Bauland.

Das „Zwergenland“ war Anfang der 1970er-Jahre gebaut worden. Ende der 1990er-Jahre war das Gebäude durch eine Pultdachkonstruktion aufgestockt worden. Der Thanheimer Kindergarten ist gemacht. Doch er ist ja nicht der einzige im Gemeindegebiet. „Da haben wir in den nächsten Jahren noch einiges vor uns“, weiß Waizenegger. Schließlich seien sämtliche Kindergartengebäude in einem Alter, in dem sie sanierungsbedürftig sind.

Ganz war der Kindergarten „Zwergenland“ in Thanheim übrigens noch nicht fertig. Es fehlten, wie diese Woche im Ort­schaftsrat beraten wurden, ein Gerätehaus und Fahrradständer. Im Gerätehaus werden die Spielsachen für draußen aufbewahrt.  Da es robuster ist und um Wartungskosten zu sparen, entschied sich der Ortschaftsrat für ein Häuschen aus Metall. Kosten: 2450 Euro.

„Wildes“ Fahrradparken

Und da, erfreulicherweise, immer mehr Kinder mit Fahrrädern oder Rollern in den Kindergarten kommen – und nicht mit dem Auto gebracht werden –, die Fahrzeuge aber nicht wild an der Eingangswand abgestellt werden sollen, ist ein Fahrradständer sinnvoll. Lieber bunt oder eher verzinkt? Der Ortschaftsrat wählte die kostengünstigere, verzinkte Version. Preis: 330 Euro.

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