Bisingen Gegen jede Art der Menschenfeindlichkeit

Das Netzwerk will eine lose Verbindung von Initiativen sein, die sich gegen Menschenfeindlichkeit Form engagieren.
Das Netzwerk will eine lose Verbindung von Initiativen sein, die sich gegen Menschenfeindlichkeit Form engagieren. © Foto: Flyer Netzwerk
Bisingen / Konrad Flegr 18.05.2018
Ein erster Fachtag des Netzwerkes für Vielfalt und Akzeptanz findet am 26. Mai in der Bisinger Hohenzollernhalle statt.

Lieber klein anfangen und wachsen, als umgekehrt“ lässt sich die Erfahrung des „Netzwerk für Vielfalt und Akzeptanz“ bei der Planung seines ersten Fachtags mit Messe zusammenfassen. Der Fachtag findet nun am Samstag, 26. Mai, von 14 bis 18 Uhr in der Hohenzollernhalle Bisingen statt. Er fällt kleiner und kürzer aus, als gewollt. Aber der Anfang ist gemacht.

Gegründet wurde das Netzwerk im vergangenen November. Bis März wurde noch an den Statuten und dem Selbstverständnis gearbeitet. Das Netzwerk will eine lose Verbindung von Initiativen sein, die sich gegen Menschenfeindlichkeit jeglicher Form engagieren. Das Eigenleben der angeschlossenen Organisationen wird dabei nicht eingeschränkt oder gar ersetzt. Hauptzweck ist die gegenseitige Unterstützung bei größeren Vorhaben, sowie der Austausch von Informationen und (Fach-) Wissen.

Klare Kante zeigen

Ziel ist es, eine breite und geschlossene Gegenkultur zu organisieren, sichtbar und wirksam zu machen, indem möglichst viele Menschen, Initiativen und Organisationen zusammengeführt werden, die sich in der einen oder anderen Weise für ein Miteinander in Würde, Toleranz und Akzeptanz engagieren.

Als erste gemeinsame Veranstaltung gibt es am 26. Mai von 14 bis 18 Uhr ein Fachtag mit Messe für Vielfalt und Akzeptanz in der Hohenzollernhalle Bisingen. Das Programm setzt sich aus Informations- und Aufklärungsständen der beteiligten Initiativen, Filmen, Workshops und Vorträgen zusammen.

Ursprünglich sollte am Abend noch ein Konzert von Bands unterschiedlicher Jugendszenen mit Künstlern potenziell diskriminierter Gruppen einen geselligen kulturellen Schlusspunkt setzen. Dieses musste jedoch vorerst verschoben werden, da sich der Termin in den Pfingstferien als sehr ungünstig erwies. Es wird jedoch nachgeholt werden. Das grundsätzliche Interesse und die Bereitschaft zur Mitwirkung waren groß. So beginnt das Netzwerk für Vielfalt und Akzeptanz zunächst bescheiden, aber hoch motiviert mit dem Fachtag. Neben Infoständen, Filmen und Mitmachaktionen erwartet die Besucher auch musikalische Unterhaltung durch die inklusive Band „Tanzparadies Ahoy“. Für das kulinarische Wohl sorgt das Projekt „Leben im Sozialraum“ der Lebenshilfe Zollernalb.

Info Kurzfristige Anmeldung weiterer Angebote für de Veranstaltung am 26. Mai in Bisingen ist möglich bei Ronja Flegr unter Telefon 07476/2251 oder ronja-flegr@t-online.de.

Fünf sind schon dabei– und das Netzwerk wächst

Das „Netzwerk für Vielfalt und Akzeptanz Neckar-Alb“ ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Personen, Initiativen und Institutionen, die sich gegen Diskriminierungen und Formen der Menschenfeindlichkeit engagieren.

Mit dabei sind bereits der Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen, die Lebenshilfe Zollernalb, der Arbeitskreis Umsonst und Draußen Zollernalb, Bündnis 90/Die Grünen, das Albbündnis für Menschenrechte – gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in der Region Schwäbische Alb. Und das Netzwerk wächst.

Als exemplarische, nicht abschließende oder ausschließliche Formen der Menschenfeindlichkeit seien genannt: Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Homophobie, Abwertung von Behinderten, Islamfeindlichkeit, Sexismus, Abwertung von Langzeitarbeitslosen,
Abwertung von Flüchtlingen...

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