Bisingen Freizeitclub setzt sich für Demokratie ein

Der Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen beteiligt sich an der landesweiten Kampagne „Demokratie  – ich bin dabei" mit einem bunten Fest und vielen Aktionen beim seinem Clubheim beim Bisinger Schulzentrum.
Der Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen beteiligt sich an der landesweiten Kampagne „Demokratie – ich bin dabei" mit einem bunten Fest und vielen Aktionen beim seinem Clubheim beim Bisinger Schulzentrum. © Foto: Archiv
Bisingen / Konrad Flegr 06.09.2018
Der Bisinger Freizeitclub lädt alle dazu ein, beim Internationalen Tag der Demokratie am 15. September mitzumachen.

Mit einer Luftballonaktion, einem Straßengraffiti und inklusiven Spielen rund um sein Clubheim beim Schulzentrum beteiligt sich der „Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen“ am Samstag, 15. September, ab 14 Uhr an der Kampagne „Demokratie – ich bin dabei“ des „Demokratiezentrums Baden-Württemberg“ zum „Internationalen Tag der Demokratie“.

Mit Blick nach Chemnitz

Es hat nicht erst der Ausschreitungen in Chemnitz bedurft, um zu begreifen und zu wissen, dass Demokratie ständig neu belebt und verteidigt werden muss. Daher hat das „Demokratiezentrum Baden-Württemberg“ auch schon lange davor die Kampagne „Demokratie – ich bin dabei“ gestartet. Landesweit werden am 15. September, dem „Internationalen Tag der Demokratie“, Luftballone in den Himmel steigen. An ihnen hängen Postkarten, auf denen Kinder, Jugendliche und Erwachsene ihr Bekenntnis zur Demokratie ausdrücken können. „Demokratie ist super, weil...“ sind die Karten vorbedruckt. Die Ergänzung kann ganz individuell angefügt werden.

Im Zollernalbkreis beteiligen sich Organisationen in Balingen, Burladingen und Bisingen an der Kampagne. In Bisingen bindet der „Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen“ die Aktion in sein inklusives Spielefest ein, zu dem Kinder, Jugendliche und Familien eingeladen sind.

Treffpunkt ist um 14 Uhr im Clubheim, auf dem Lehrerparkplatz beim Schulzentrum. Dann haben die jungen und älteren Demokratiefreunde eine Stunde Zeit, um ihre höchst persönlichen Beweggründe, warum sie Demokratie super finden, auf den Postkarten zu verewigen. Gegen 15 Uhr werden dann im Beisein von Bürgermeister Roman Waizenegger, der ein Grußwort halten wird, die mit Helium gefüllten Ballons in den Himmel steigen.

Noch eine weitere Aktion hat sich der Freizeitclub  für den Tag der Demokratie ausgedacht. Alle Teilnehmenden können gemeinsam ein Straßengraffiti gestalten. Es wird mit Straßenmalkreide auf einer ebenen Teerfläche angelegt und soll inhaltlich in Worten oder Bildern die Themen Demokratie, Vielfalt und Akzeptanz ausdrücken.

Luftballons und Graffiti

Wer danach noch Lust und Zeit hat, kann sich noch bis 17 Uhr bei Spielen aus dem Fundus des Freizeitclubs vergnügen. Die für die Luftballonaktion und das Straßengraffiti notwendigen Utensilien werden vom Freizeitclub ebenso bereitgestellt wie Getränke und kleine Snacks für die leiblichen Bedürfnisse zwischendurch.

Internationaler Tag der Demokratie

Datum Im Jahr 2007 bestimmte die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 15. September als Internationalen Tag der Demokratie. Das Ziel des Tages sind die Förderung und Verteidigung der Grundsätze der Demokratie.

Begriff Demokratie ist ein politisches System, bei dem das Volk eine wesentliche, mitbestimmende Funktion einnimmt. Typische Merkmale einer Demokratie sind freie Wahlen, das Mehrheitsprinzip, die Respektierung politischer Opposition, Meinungsfreiheit, Verfassungsmäßigkeit, Schutz der Grundrechte und Achtung der Menschenrechte.

Inklusion Der Freizeitclub von Behinderten und Nichtbehinderten Bisingen e.V. gestaltet seit 1976 die gleichwertige Teilhabe von Menschen mit und ohne Behinderung an einem abwechslungsreichen Freizeitprogramm. Anfangs noch gegen viele Widerstände und Anfeindungen. Zuletzt jedoch immer häufiger als Mut machendes Beispiel, das andere Zeitgenossen damit infizierte, die Vielfalt und Unterschiedlichkeit von Menschen als Reichtum und Befreiung zu begreifen. Was seit der Verabschiedung der Behindertenrechts-Konvention der UN als „Inklusion“ bezeichnet wird, lebt der Club seit seinem Beginn.

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