Wessingen / MID  Uhr
Die Firma Martin Baur möchte in Wessingen ein neues Betonwerk bauen. Gestern Abend stellte sie dem Wessinger Ortschaftsrat ihre Pläne vor.

Von Hechingen-Stetten ins Wessinger Gewerbegebiet "Greut" möchte die Firma Martin Baur umziehen. Das Betonwerk in Stetten ist veraltet und liegt verkehrstechnisch ungünstig (wir berichteten). Am Montag stellten Wolfgang Mors und Thomas Braunsberg von der Firma ihre Pläne für ein Betonwerk auf dem Gelände des ehemaligen Werks der Firma Valet und Ott vor, das bereits seit Jahren außer Betrieb ist.

Das alte Werk sei eine "Sternanlage", die heute nicht mehr üblich sei, erklärte Braunsberg. Die Mischtürme seien heute höher, damit auch bei Frost große Mengen produziert werden könnten. Hierfür müsste der Bebauungsplan für das Gebiet "Greut" von einer Gebäudehöhe von 16 auf 26 Meter geändert werden. Hierüber entscheidet am Dienstagabend der Gemeinderat in seiner Sitzung.

Der Wessinger Ortschaftsrat erkundigte sich nach der möglichen Verkehrsbelastung durch das Betonwerk. "Da der Kies bereits in Wessingen geholt wird, kämen 15 bis 20 zusätzliche Zu- und Abfahrten im Sommer hinzu", antwortete Braunsberg. In Wintermonaten wie dem Januar werde kaum produziert. Geliefert werde auf die Alb über das Killertal, Lieferungen der Firma Holcim erfolgten über die B 27. Braunsberg sicherte dem Ortschaftsrat zu, dass die Firma zu Baustellen in Bisingen auch über die B 27 fahre. "Wir haben nichts davon durch den Ort zu fahren", sagte er. Auch der Denkmalschutz habe keine Bedenken gegen das Werk, sagte er, sondern sei im Gegenteil froh, wenn das Werk in Stetten der Aussicht auf die Burg Hohenzollern weiche.

Sollte auch der Bisinger Gemeinderat nichts gegen die Pläne haben, könnte die Firma noch diesen Herbst ihren Bauantrag einreichen und im Januar mit dem Bau des Werks beginnen. Bereits im Herbst 2016 könnte, wenn es keine Probleme am Bau gibt, dann am Standort in Wessingen produziert werden. Baur würde hier zwei Millionen Euro investieren.