Ein Graffiti-Workshop fand in Thanheim am Feuerwehrhaus statt. Er war vom Ortschaftsrat beschlossen und zusammen mit der Gemeindeverwaltung Bisingen organisiert worden.

Als Künstler konnte Chris Hailfinger aus Stuttgart gewonnen werden. Mit seinem Projekt „Soberhead“ lebt er vor, dass Graffiti nicht nur das bloße Beschmieren von Wänden ist.

Hailfinger wurde bei der Aktion in Thanheim von seinem Bruder unterstützt. Organisatorisch standen ihm Melanie Männging von der Gemeindeverwaltung und Ortsvorsteher Rudolf Buckenmaier zur Seite.

Einfach machen!

Zehn Jugendliche im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren waren der Einladung unter dem Motto „Einfach machen“ gefolgt. Die Graffitis waren bereits am Vortag von Chris Hailfinger skizziert worden. Am Samstag machten sich die Jugendlichen dann an die Ausarbeitung der Skizzen. Das Arbeiten mit den Sprühdosen, das konnte man sehen, bereitete den Beteiligten offenkundig viel Spaß.

Bestens verpflegt

Für die Verpflegung während des ganzen Tages war im Feuerwehrhaus von der Gemeinde gesorgt worden. Am Ende des Tages zierten zwei Bilder die Wände des Feuerwehrhauses und des Bushaltehäuschens.

Die Teilnehmer sind stolz auf das Erreichte. Rudolf Buckenmaier hofft nun, dass sich im Nachgang viele Interessierte für die Feuerwehrarbeit interessieren, sich informieren – und womöglich engagieren.

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Graffiti oder echte Kunst?


Millionen Graffiti sind Bilder, Schriftzüge oder Zeichen, die mit verschiedenen Techniken im öffentlichen Raum auf Oberflächen gemalt oder gesprüht werden. Das Wort leitet sich vom italienischen Graffito ab, was schreiben und zeichnen bedeutet. Entsprechende, unerlaubt angebrachte Graffiti wurden und werden als Vandalismus betrachtet. Erlaubte und hochwertige Graffiti gelten als Kunst und oft als Verschönerung städtischer Landschaften. Aber freilich gehen die Ansichten darüber auseinander. Das Entfernen unerlaubter Malereien und Zeichnungen kostet jährlich viele Millionen. Pädagogen und Freizeitgestalter setzen das Erlernen der Sprühtechniken schon seit Jahrzehnten bei ihrer Arbeit mit Jugendlichen ein.