Bisingen Fertighäuser für Vögel und Fledermäuse

Ein altes Nest mit ein paar Federn drin: Die Naturschützer machten sich auf zur Nistkastenkontrolle.
Ein altes Nest mit ein paar Federn drin: Die Naturschützer machten sich auf zur Nistkastenkontrolle. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 12.02.2019
Die Bisinger Naturfreunde kümmerten sich um die Nistkästen am Panoramaweg unterhalb der Burg.

Sich der Nistkastenpflege am Panoramaweg bei der Zollerhalde angenommen haben sich die Mitglieder des Schwäbischen Albvereins der Ortsgruppe Bisingen. Unter fachmännischer Leitung von Naturschutzwartin Maria Rager trafen sich bei schönstem Wetter Erwachsene und Kinder mit Leitern und entsprechendem Werkzeug, um Nistkästen abzuhängen und zu reinigen.

Gefunden wurden unter anderem Meisen-, Klaiber- und Eichhörnchen-Nester in den Nistkästen. Auch lebende Tiere wurden in den Kästen schon entdeckt. Dieses Mal war es eine Maus; es gab aber auch schon Siebenschläfer. Im Herbst bei den Leerungen wurden Hornissen- und Wespennester gefunden. Ohnehin wird alles notiert und dokumentiert.

Die Nistkästen sollen besonders Singvögel, aber auch Fledermäuse anlocken, erklärt Maria Rager. Revierförster Willi Grundler weist darauf hin, dass durch solche Aktionen nicht nur allseits bekannte, sondern seltene Vögel eine Unterstützung zum Brüten bekommen. Dies gelte besonders für Vögel, die auf der „Roten Liste“ verzeichnet sind. Die Nistkastenaktion des Schwäbischen Albvereines wirke hier stark unterstützend. „Wir hoffen, dass sich weitere Brutpaare dieser seltenen Vögel ansiedeln“, so Grundler.

Es zeigte sich, dass die Vögel schon auf neue Unterkünfte gewartet haben. Insbesondere für Kinder ist solch eine Aktion stets sehr lehrreich und interessant, nicht zuletzt weil sich Naturschutzwartin Maria Rager in der Natur hervorragend auskennt und die Fragen der Kinder an Ort und Stelle beantworten kann.

Die nächste Wanderung des Albvereines findet am kommenden Sonntag, 17. Februar, statt. Die Teilnehmer treffen sich um 13 Uhr beim Bisinger Bahnhof. Die Halbtageswanderung erstreckt sich über drei Stunden und wird geführt von Joachim Kärcher.

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