Wenn das Wetter auch nicht immer mitspielte - den Goldenen Herbst auf der Burg Hohenzollern, der mit einem schwäbischen Allerlei lockte, wollten am Samstag und Sonntag viele Gäste miterleben. Aus nah und fern waren sie gekommen, und füllten die Parkplätze der Burg zügig.

Bei der Burghof-Hockete - in Teamarbeit organisiert von den Streuobstpädagogen - boten regionale Beschicker an ihren Verkaufsständen heimischen Produkte an. Zu kaufen gab es alles - vom Johanneslikör über Zollernalb-Linsen, Schmalzbrot, Nüssen, Honig, Butterzopf und Holzofenbrot bis hin zu Kinderpunsch, Most, Kartoffelkuchen, Glühwein und Wildbret. Auch die Burgschenke lockte mit kulinarischen Genüssen.

Nicht weniger breit aufgestellt war das bunte UnterhaltungspProgramm im Burghof. Mit Musik und Tanz begeisterten die Akteure zwei Tage lang. Am Samstag war es die Herrn Stumpfes Zieh- und Zupf Kapelle, die auf der überdachten Bühne das Publikum mit ihrer Musik, ihrem Gesang und ihren flotten Sprüchen begeisterte. Die Lieder von ihrer aktuellsten CD - "Dagdieab", "A guader Freind" oder "Was me net alles sott" - gefielen den Zuhörern sehr. Einen viel beachteten Auftritt haben zuvor auch die Wilhelmsdorfer Alphornbläser.

Nicht weniger ansprechend: Das Gastpiel der "Heilige drei Zemmerner" am Sonntag mit schwäbisch-spritzigem Wortwitz sowie die Darbietungen der Volkstanzgruppe aus Frommern. Des Weiteren ein Hörgenuss: Das Spiel des Akkordeonorchesters aus Aulendorf. Derweil eröffnete im Torturm die Ausstellung "Burg Hohenzollern - Historische Fotografien" von Ulrich Feldhahn. Parallel dazu gab es interessante Vorführungen. Beispielsweise zum Spinnen, Sticken und stricken - ebenso wenig fehlten Bastelangebote für die kleinen Besucher. Sie hatten vor allem am Apfelsaftpressen mit den Streuobstpädagogen viel Spaß - und natürlich schmeckte ihnen der Süßmost. Eine Apfelausstellung gab zusätzlich Aufschluss über die verschiedenen Sorten. In der Eingangshalle zur Burgschänke durften die Kleinen außerdem bunte Windrädchen basteln. Darüber hinaus präsentierte Hans-Werner Hein, was alles aus edlen Hölzern gefertigt werden kann. In der evangelischen Kapelle wurden derweil ein Kinderkrimi und ein Märchen rund um Apfel und die Kartoffel erzählt.

Selbstverständlich waren auch die Schauräume der Burg zum königlichen Flanieren geöffnet.