Bisingen Rundgänge durchs Maute-Areal

Der Heimatverein Bisingen-Steinhofen wüsste gerne einen Teil des Maute-Areals für die Nachwelt erhalten.
Der Heimatverein Bisingen-Steinhofen wüsste gerne einen Teil des Maute-Areals für die Nachwelt erhalten. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 09.10.2018
Am Wochenende stehen für die Öffentlichkeit Führungen durch das Bisinger Maute-Areal an.

Mitglieder des Heimatvereins arbeiten mit der Gemeindeverwaltung Hand in Hand – und so werden am kommenden Samstag, 13. Oktober, und Sonntag, 14. Oktober, informative Rundgänge durch das Maute-Areal für die Öffentlichkeit angeboten.

Rund 250 Mitbürger haben sich bis dato im Rathaus angemeldet. Weitere Interessenten können noch teilnehmen und sich unter der Telefonnummer 07476/8960 bei Melanie Männing melden.

Selbstverständlich liegt dem Heimatverein Bisingen-Steinhofen sehr viel daran, Altes zu bewahren. Das ist schon in der Vereinssatzung so verankert. Deshalb ist es kein Geheimnis, dass sich die Mitglieder dafür einsetzen, dass etwaige Gebäudeteile für die Zukunft bestehen bleiben und damit das Industriezeitalter im Kirchspiel symbolisieren.

Immerhin war die Textilfabrik Maute eines der größten Industrieunternehmen in der Zollergemeinde und hatte über viele Jahrzehnte Bestand. Von den großen und steten Investitionen der Unternehmerfamilie profitierten die Mitarbeiter dereinst.

Unter dem Aspekt „Altes mit Modernem verbinden“ kann sich der Heimatverein eine Gestaltung gut vorstellen, auch vom wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus. Gebäude wie das Kesselhaus mit angebautem Maschinen-(Turbinen-) raum und der über 51 Meter hohe (im ganzen Zollernalbkreis der höchste), für den Ort prägende Maute-Kamin sollte nach Meinung der Mitglieder für die Nachwelt Bestand haben. Nicht vergessen ist in Bisingen die Forschungsstelle D der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, die während der Jahre des Zweiten Weltkrieges bei Maute untergebracht war. Dort experimentierte  der schweizerische Ingenieur Walter Dällenbach mit kernphysikalischen Großapparaten an „Wunderwaffen“. Seine Strahlenkanonen blieben allerdings Wunschträume.

Unzählige Beispiele in naher und ferner Umgebung sind nach Überzeugung des Heimatvereins Beweise dafür, dass ein solcher Schritt machbar und auch finanzierbar ist. Nur sollte solch eine Überlegung rechtzeitig formuliert werden. Denn: Als die Kellersche Schuhfabrik einst der Spitzhacke zum Opfer fiel, trauerten viele Bürger der Möglichkeit nach, ein Stück der architektonisch wertvollen Fassade zu bewahren.

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