Grosselfingen Ehrenmal vor dem Volkstrauertag zurück am alten Platz

Grosselfingen / STEPHANIE APELT 02.10.2015

Was macht eigentlich das Grosselfinger Ehrenmal, wollte Gemeinderat Rudi Senner (Freie Wähler) in der jüngsten Sitzung wissen. Bürgermeister Franz Josef Möller konnte bekannt geben: Das kehrt in den nächsten Tagen, auf alle Fälle rechtzeitig vor dem Volkstrauertag am 15. November, an seinen Platz zwischen Wendelinus-Kapelle und Rathaus zurück.

Was hatte es für Ärger um das Grosselfinger Kriegerdenkmal gegeben. Unstrittig war wohl lediglich gewesen, dass das Ehrenmal, das unter Denkmalschutz steht, restauriert werden musste. Die Inschriften waren teilweise nicht mehr lesbar.

Das Ehrenmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkrieges war am 10. April 1921 eingeweiht worden, später war es um die Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ergänzt worden.

Die Gemeindeverwaltung war im Herbst 2014 zur Tat geschritten und hatte das Ehrenmal abbauen lassen. Doch der Zeitpunkt war ungünstig (kurz vor dem Volkstrauertag), die Informationspolitik ungeschickt (nicht einmal der Gemeinderat wusste davon). Dann löste auch noch der Streit um den zukünftigen Standort erbitterte Debatten aus: Sollte das Ehrenmal am angestammten Platz wieder aufgestellt werden? Oder wäre ein Standort bei der Kirche nicht besser geeignet? Letzteres hätte den Vorteil gehabt, dass bei der Feier am Volkstrauertag nicht immer die Durchfahrtsstraße hätte gesperrt werden müssen.

Das Denkmalamt aber beendete diese Diskussion schnell: Restaurieren ist okay (das übernahm fachkundig die Firma Steinmetz Rager aus Bisingen), verrücken aber auf gar keinen Fall.