Burg Hohenzollern Das „Kunsthaus“ zieht von Hechingen in den Kutschenstall der Burg Hohenzollern

Burg Hohenzollern / JUDITH MIDINET 23.07.2016
„Der Linie treu“ ist der Titel des Kunsthauses 2016. Die Künstler präsentieren ihre Arbeiten in Buchform im Kutschenstall der Burg Hohenzollern.

Zum dritten Mal findet das „Kunsthaus“ als biennal angelegte Präsentation aktueller bildender Kunst statt. Nach dem Kunsthaus 2012 und 2014 am Marktplatz 3 in Hechingen, präsentieren die vier Kunsthaus-Mitglieder und Organisatoren Ursula Buchegger, Allhaidis Hartmann, Stefan Kübler und Hiltraut Rephun dieses Mal Künstlerbücher mit neuesten Arbeiten zum Thema „Der Linie treu“ auf der Burg Hohenzollern im Kutschenstall. Beteiligte Künstler sind neben den Organisatoren: Anne-Christine Klarmann, Birgit Dehn, Frido Hohberger, Henriette Lempp, Ingrid Hartlieb, Judith Lenz, Katharina Seidlitz, Margit Busch, Martina Milke, Matthias Bumiller, Nathalie Wolff, Sepp Buchegger und Susanne Michel.

Die als Buchpräsentation angelegte Ausstellung ist auf einem großen Holztisch aufgebaut. Mit weißen Handschuhen dürfen die Besucher die Bücher im Großformat durchblättern, die originale Arbeiten enthalten – unter anderem Zeichnungen, Linoldrucke, Acrylarbeiten und Aquarelle.

Als „kleinste Biennale der Welt“ bezeichnete Burgverwalterin Dr. Anja Hoppe  das Kunsthaus-Projekt bei der Vernissage am Donnerstagabend. Eberhard Wünnenberg, Vorsitzender des Hechinger Kunstvereins, sprach von einem „Paradigmenwechsel“ des „Kunsthauses“, nämlich „aus der Hechinger Bronx ins Adelshaus auf dem Berg“, von alten Häusern in die mit ihren 150 Jahren eigentlich jugendliche Burg.

Kunsthaus-Mitglied Stefan Kübler erklärte, dass das „Kunsthaus“ offen für andere Formen der Kunst sei. Wichtig sei der Austausch der Künstler untereinander. Im Wesentlich ginge es um das miteinander Arbeiten und gemeinsame Ausstellen der Künstler. In dem Buchprojekt – alle Arbeiten sind Orginale – hätten die Künstler das Thema „Der Linie treu“ unterschiedlich bearbeitet. Interessant sei, wie jeder Künstler mit dem Thema umgegangen sei. „Es geht hier mehr um die Präsentation als um eine Botschaft“, sagte Kübler, „wir teilen das mit Ihnen, was wir gemeinsam gemacht haben. Eine zweite Ebene ist ein Heft, das die Ausstellung begleitet. „Hier steht das Wort im Vordergrund, nicht das Bild“, sagte Kübler. In Frage- und Antwortform sprechen die Künstler über ihre Gedanken zu bestimmten Aspekten des Ausstellungsthemas.

Karsten Gorkow und seine Tochter Marie Milke aus Reutlingen umrahmten die Vernissage musikalisch mit dem Lied „Gras“, das Marie Milke a cappella vortrug, und dem Song „Walk the Line“ von Johnny Cash.

Info Die Ausstellung ist bis 28. Juli während der Burgöffnungszeiten im Kutschenstall zu sehen.

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