In der 2200-Einwohner-Gemeinde Grosselfingen wird am Sonntag, 2. August, ein neuer Bürgermeister gewählt. Es gibt bereits zwei Bewerber um die Nachfolge von Franz Josef Möller.

Dieringer hat Bewerbungsunterlagen jetzt abgegeben

Beide waren am Mittwochabend in der Gemeinderatssitzung im Feuerwehrhaus anwesend: Friedbert Dieringer in seiner Eigenschaft Mitglied des Gemeinderates und Technischer Betreuer des Bauhofs. Der 50-Jährige hat seinen Willen zur  Kandidatur bereits frühzeitig kundgetan. Aber die offizielle Bewerbung liegt erst seit Mittwoch vor, wie er am Ende der Sitzung selbst kurz bekannt gab und dafür Applaus erntete.

Kandidat Armin Pioch aus Freudenstadt in den Zuhörerreihen

Ebenfalls anwesend, jedoch in den Zuhörerreihen, war Armin Pioch. Als erster Bewerber wird der Name des 56-Jährigen ganz oben auf dem Wahlzettel stehen. Wie berichtet, ist Pioch amtierender Bürgermeister in Grömbach, einer kleinen Gemeinde im Landkreis Freudenstadt.
Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 8. Juli. Ob, und wenn ja wann und wo die Wählerinnen und Wähler in Grosselfingen die Kandidaten bei einer öffentlichen Bewerbervorstellung kennenlernen können, steht noch nicht fest. Auf Vorschlag von Thomas Haug, der eine Ad-hoc-Entscheidung als „zu unsicher“ wertete, wird erst der Gemeindewahlausschuss darüber beraten und dann entscheiden. Der Ausschuss tagt am 8. Juni.

Feuerwehrhaus scheidet als Veranstaltungsort aus

Fest steht aber bereits, dass im Feuerwehrhaus keine Kandidatenkür wird stattfinden können. Wie Bürgermeister Möller erklärte, diene das Gebäude als Einsatzzentrale und dürfe nur in Not- und Ausnahmefällen zweckentfremdet werden. Auch für ein  Wahlpodium der Presse sei das Feuerwehrhaus tabu. Möller verwies jedoch auf die Gastronomie im Ort. Die Gasthäuser „Ochsen“ und „Krone“ verfügten über entsprechend große Säle. Elmar Kleinmann riet dazu, sich auf jeden Fall beim Landratsamt Rückendeckung für die Veranstaltung zu sichern. Robin Lohmüller könnte sich zur Not auch eine rein virtuelle Bewerberkür vorstellen.

Bürgermeister muss trotz Krankenstands Vorsitz übernehmen

Beschlossen wurde in der Sitzung eine Neubesetzung des Gemeindewahlausschusses. „Eine Formalität“, wie Bürgermeister Möller betonte. Das Kommunalamt des Landratsamtes Zollernalbkreis hat nämlich darauf hingewiesen, dass der Bürgermeister kraft Gesetztes Vorsitzender des Ausschusses sein muss, wenn er nicht selbst zur Wahl antritt. Franz Josef Möller ist im Krankenstand und hatte den Vorsitz deshalb nicht eingenommen. Nun ist Möller Vorsitzender des Gremiums und Thomas Haug sein Stellvertreter.

Neue EDV-Anlage im Eilverfahren bestellt

Einer Eilentscheidung des Bürgermeisters gab das Gremium ebenfalls statt: Beim Rechenzentrum wurde im Rahmen einer kurzfristigen Sammelbestellung für die Gemeindeverwaltung Grosselfingen eine neue EDV-Anlage geordert. Dass die im Jahr 2014 angeschaffte Anlage die Anforderungen der aktuellen Betriebssysteme und Anwendungssoftware nicht mehr erfüllt und ausgetauscht werden muss, war klar. Der Gemeinderat hat  hierfür bereits Haushaltsmittel in Höhe von 40 000 Euro bereitgestellt. Bestellt wurden jetzt ein Server, sechs PCs und Bildschirme, fünf Drucker und ein Laptop zum Angebotspreis von rund 34 350 Euro.

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Hechingen/Münsingen