Bisingen Bisinger Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl verzögert sich

Die Erschließung verzögert sich, damit auch der Verkaufsstart für die kommunalen Bauplätze im neuen Wohnbaugebiet.
Die Erschließung verzögert sich, damit auch der Verkaufsstart für die kommunalen Bauplätze im neuen Wohnbaugebiet. © Foto: Bausparkasse Schwäbisch Hall
STEPHANIE APELT 20.07.2016
Der Verkaufsstart für das neue Bisinger Wohnbaugebiet Fronwiesen-Raugraben verzögert sich. Das Grundwasser bereitet Probleme.

Eigentlich sollte ja noch in diesem Herbst in die Erschließung des neuen Bisinger Baugebietes Fronwiesen-Raubrühl eingestiegen werden. Das „Juwel von einem Baugebiet“, wie es Gemeinderat Klaus Ertl einmal bezeichnet hat, bringt allein im ersten Bauabschnitt 47 Bauplätze. Abschnitt zwei und drei sollen folgen. Angegrenzt wird an die Bebauung im Südwesten Bisingen. Um die 120 Bauplätze locken insgesamt.

Bei der Erschließung geht die Gemeinde dabei ganz neue Wege. Denn jede Erschließung kostet erstens viel Geld, bindet zweitens viel Kraft in der Verwaltung. Also wurde mit der Kommunalentwicklung GmbH (mit Sitz in Stuttgart) ein privater Partner als Erschließungsträger mit an den Tisch geholt.

Geschätzte Kosten allein für Abschnitt eins: rund 2,2 Millionen Euro. Die Kommunalentwicklung GmbH streckt das Geld vor, die Gemeinde zahlt, je nachdem, wann sie die Grundstücke verkauft, zurück. Der Partner verdient über Provision. Sind nach gut zehn Jahren nicht alle Grundstücke verkauft, muss die Gemeinde den Kredit übernehmen. Was sie ja auch dann täte, wenn sie von vornherein alles selbst finanziert.

Die Planung für Fronwiesen-Raubrühl ist fertig, vom Gemeinderat gebilligt. Jetzt sollte es zügig an die Erschließung gehen. Doch die verzögert sich. Das Grundwasser bereitet Probleme. „Der derzeitige Grundwasserstand im Baugebiet lässt eine vorbehaltslose Bebauung im Moment noch nicht zu“, musste Bürgermeister Roman Waizenegger mitteilen.

Bei der Baugrunduntersuchtung hat sich wohl gezeigt, dass es eindeutig besser ist, wenn der Grundwasserspiegel erst einmal genau beobachtet wird. Das allerdings wird dauern. Waizenegger: „Die Fachleute gehen aktuell davon aus, dass der Beobachtungszeitraum unter Umständen das gesamte restliche Jahr in Anspruch nehmen wird.“

Mit den entsprechenden Daten in der Hand, sollen dann gute Baugrundverhältnisse geschaffen werden, damit die Häuslebauer auch lange Freude an ihrem Wunsch- objekt haben.

Nur mit dem anvisierten Verkaufsstart für Fronwiesen-Raubrühl im dritten oder spätestens vierten Quartal dieses Jahres wird es damit nichts. Gut zwei Dutzend der Bauplätze dieses ersten Abschnittes sollen ja in den freien Verkauf kommen.

Die Ausschreibung für die Erschließungsarbeiten kann frühestens Ende des Jahres erfolgen. „Mit dem möglichen Verkaufsstart für die kommunalen Bauplätze im ersten Bauabschnitt ist daher erst im Laufe des Jahres 2017 zu rechnen“, muss Waizenegger die Bauwilligen vertrösten.

Bisingens Häuslebauer also werden sich gedulden müssen. Bürgermeister Waizenegger bittet um Verständnis: „Eine andere Vorgehens- weise ist im Sinne eines möglichst guten Baugrundes derzeit keinesfalls vertretbar.“