Bisingen Bisinger Albvereinsgruppe erhält Kulturlandschaftspreis

Die Bisinger Albvereinsgruppe setzt sich tatkräftig für die Pflege des Naturschutzgebietes Zollerhalde ein.
Die Bisinger Albvereinsgruppe setzt sich tatkräftig für die Pflege des Naturschutzgebietes Zollerhalde ein. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / STEPHANIE APELT 21.07.2016
Die Bisinger Albvereinsgruppe kümmert sich vorbildlich um Streuobstwiesen. Dafür erhält sie den Kulturlandschaftspreis des Schwäbischen Heimatbundes.

Ein Jugendpreis sowie fünf weitere Hauptpreise gehen in diesem Jahr an Vereine, Initiativen und Privatpersonen, die sich intensiv um traditionelle Kulturlandschaften in Württemberg kümmern. Zudem vergibt der Schwäbische Heimatbund drei Sonderpreise für die Dokumentation und Erhaltung von Kleindenkmalen, der „Zeitzeugen am Wegesrand“.

Mehrmals im Jahr packen die Bisinger im Naturschutzgebiet Zollerhalde tatkräftig an. Jetzt am Samstag ist es wieder soweit. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Wanderparkplatz „Reuteweg“. Helfer sind immer willkommen, auch die, die erst später kommen können. Gutes Schuhwerk, Arbeitshandschuhe und feste Kleidung nicht vergessen. Für Speis und Trank ist gesorgt.

Das Naturschutzgebiet Zollerhalde ist Teil des Natura 2000-Netzwerkes der EU zum Schutz und zur Entwicklung des europäischen Natur- und Kulturerbes. Wie diese „Kronjuwelen der europäischen Kulturlandschaften“ zu erhalten sind, dafür gibt es Managementpläne, in denen die notwendige Bewirtschaftung und Pflege vorgegeben ist.

Mit der Erfahrung aus 25 Jahren Landschaftspflege im Zollernalbkreis, für die die Albvereinsgruppe Bisingen bereits 1994 und 2000 mit dem Kulturlandschaftspreis ausgezeichnet wurde, hat die Ortsgruppe im Jahr 2012, als der Managementplan gerade fertig geworden war, die Pflege von etwa fünf Hektar Kulturlandschaft dort übernommen. Unter fachlicher Anleitung des Kreisnaturschutzbeauftragten entbuschen die Mitglieder seither zugewachsene Allmendflächen, mähen Streuobstwiesen und sorgen mit Baumschnittkursen und Nachpflanzungen hochstämmiger Obstbäume dafür, dass diese Kulturlandschaftsteile gesichert bleiben.

Zu den Preisträgern gehörte zuletzt 2013 der Obst- und Gartenbauverein Thanheim.

Die weiteren Preisträger – Auch Mössingen gehört dazu

Netzwerk Streuobst Mössingen: „Energiebündel & Flowerpower“ – Modellprojekt zur Biomassenutzung der von Streuobstwiesen geprägten Landschaft um Mössingen und Nehren sowie umfassendes Engagement rund um das Thema Streuobst.

Schäferei Markus Rieger , Aalen-Brastelburg: Langjährige behutsame Schaf- und Ziegenbeweidung einer Wacholderheide, die wegen kulturgeschichtlichen Besonderheiten und einer ausgedehnten Ameisenstadt als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist.

Staffelsteiger Verein , Esslingen: Erhalt und Wiederaufbau der Trockenmauern in den terrassierten Steillagen des Weinbaugebietes Esslinger Neckarhalde.

 

Ulrike und Kurt Lenski , Salem: Pflege und Weiterentwicklung eines hofeigenen Streuobstbestandes von 300 Obst-Hochstämmen und Integration in einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb.

 

Der Sonderpreis »Kleindenkmale« 2016 geht an den Verschönerungsverein Kirchheim unter Teck für die Sanierung des letzten Feldhäusles auf Kirchheimer Markung, Hans Rehberg aus Freudenstadt  für die Heimatforschung sowie an den Geschichts- und Heimatverein Frittlingen für die Erforschung und Sanierung sämtlicher Feldkreuze auf der Markung sowie Herausgabe der Ergebnisse in Buchform: „Zeichen am Weg. Kreuze, Kapellen und Grotten in Frittlingen“.

 

Den Jugend-Kulturlandschaftspreis erhält die Jugendgruppe Nabu Lauda.

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