Bisingen Bisingen setzt auf Jugendforen statt Jugendgemeinderat

Bisingen / STEPHANIE APELT 21.07.2016
Die Motivation, sich in einem Jugendgemeinderat zu engagieren, ist nicht mehr hoch. Bisingen will die Jugendlichen jetzt über Jugendforen beteiligen.

Die Jugendlichen möchten sich ja engagieren, doch bitte nicht in festen Gremien, über einen langen Zeitraum. Das hat Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger klar erkannt. Er setzt positiv auf eine „Weiterentwicklung“ der Jugendbeteiligung in Bisingen, statt des Jugendgemeinderates soll es nun Jugendforen geben (wir berichteten).

Beim Bisinger Jugendgemeinderat lief zuletzt nun wirklich nicht mehr viel. Ein bisschen nahmen die Gemeinderäte am Dienstag dafür die Schuld auch auf sich. Hatte es da nicht einmal eine Einladung von Seiten des Jugendgemeinderates an die Gemeinderäte zur Schnitzeljagd gegeben? Irgendwie hatten (fast) alle Gemeinderäte keine Zeit gehabt.

Konrad Flegr (Alb), Experte in Sachen Jugendarbeit, mahnte seine Ratskollegen: „Die Jugendlichen wollen ernst genommen werden, sich respektiert fühlen.“ Dann seien sie auch mit Herz dabei.

5000 Euro waren bislang als Budget für den Jugendgemeinderat pro Jahr festgelegt, mit 6200 soll nun ein Mitarbeiter der Jugendhilfeeinrichtung Haus Nazareth den Anschub und die fachliche Betreuung für künftige Jugendforen geben. Dass das Geld nicht reicht, ist klar: Schon die Organisation der Foren an sich wird kosten, wie es mit der Umsetzung möglicher Projekte steht, ist noch völlig offen.

Doch die Verwaltung und der Gemeinderat wollen es (einstimmig) wagen. Noch zwei Jahren soll Bilanz gezogen werden. Die nächste Jugendgemeinderatswahl im Herbst findet also gar nicht mehr statt. Dafür soll das erste Jugendforum am 11. November – gleichzeitig mit der Verabschiedung des Jugendgemeinderates – an den Start gegen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel