Awohner der Bisinger Fröbelstraße sehen ein Problem auf sich zurollen: Wenn der Besitzer des früheren Kindergartens wie geplant sechs Wohneinheiten schafft, werde es in der schmalen Straße sehr eng werden.  „Wenn  dort geparkt wird, kommt kein Feuerwehrauto mehr durch“, stellte einer von mehreren anwesenden Anwohnern in der Bürgerfragestunde des Gemeinderates fest und fragte an, ob man sich im Zuge der Baugenehmigung über das Parkplatzangebot Gedanken gemacht hat. Auch nach einem Wendeplatz für die künftigen Bewohner wurde gefragt.

Einen Wendeplatz wird es in der Fröbelstraße zwar nicht geben, aber die Gemeinde wird den Bauherr auffordern, bei den Parkplätzen nochmal nachzubessern. Mindestens elf Stellplätze sollen an dem Gebäude angeordnet werden, sechs wie geplant vor dem Haus und fünf weitere, indem die zwei jetzt noch parallel zur Fröbelstraße angelegten Plätze um 90 Grad gedreht werden. Dadurch könnten sie direkt von der Fröbelstraße her angefahren werden. Außerdem wäre dann in der Reihe Platz für einen dritten Stellplatz und es könnten dahinter zusätzlich noch zwei „gefangene“ Plätze geschaffen werden.

Parken sei in der nur 4,50 Meter breiten Fröbelstraße nicht möglich,  da eine mindestens drei Meter breite Rettungsgasse jederzeit frei bleiben muss. Wie Bürgermeister Roman Waizenegger weiter betonte, wurde der Berechnung der benötigten Parkplätze bereits die gemeindliche Regelung zugrunde gelegt. Diese sieht für Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen einen, für größere Wohnungen zwei Parkplätze vor. Demnach wären für die geplanten sechs  Wohneinheiten in dem früheren Kindergartengebäude rein rechnerisch acht Parkplätze ausreichend.

Nach der Landesbauordnung ist ein Stellplatz pro Wohnung ausreichend. Deshalb hätte eine Ablehnung des Baugesuchs durch den Gemeinderat Bisingen vor dem Landratsamt auch keinen Bestand. Die Baurechtsbehörde würde das Bauvorhaben „zu hundert Prozent genehmigen“, so Waizenegger. Das ärgerte Roman Woitelliet (SPD): „Wir müssen doch nicht jede Kröte schlucken.“

Bei vier Enthaltungen erteilte der Gemeinderat dem Bauvorhaben mit den Ergänzungen bezüglich der Parkplätze sein Einvernehmen.

Nach außen sichtbare Veränderungen an der Höhe und Kubatur des ehemaligen Kindergartens wird es durch die Umnutzung übrigens nicht geben.