Bisingen Allgäu-Orient-Rallye startet: Die Kleidung muss stimmen

Einen Aufkleber für das Auto gab es mit dazu: Maria Binder, Stefan Ströbel, Klaus-Dieter Häuser, Marion Linder und Gerd Numberger. Foto: Leonie Maschke
Einen Aufkleber für das Auto gab es mit dazu: Maria Binder, Stefan Ströbel, Klaus-Dieter Häuser, Marion Linder und Gerd Numberger. Foto: Leonie Maschke
Bisingen / SWP 26.04.2013
Morgen geht es für das Bisinger Team der Allgäu-Orient-Rallye los: In Oberstaufen machen sie sich auf den Weg in das weit entfernte Amman.

Die Autos sind startklar, die Route geplant, die Taschen gepackt. Am Wochenende geht es für die Rottenburger Lebenshilfe und der die Bisinger "Kunstakademie U 7 - Für Menschen mit und ohne Behinderung" endlich auf große Fahrt: Dann starten sie ihre Fahrt als Team 2 der Allgäu-Orient-Rallye in Oberstaufen nach Amman in Jordanien.

"Wir sind schon alle sehr aufgeregt", sagt Marion Linder, Leiterin der U7 und Mitfahrerin der Rallye.

Bevor es für das neunköpfige Team aber los geht, machten die Fahrer der U 7 noch einen Abstecher in das weitaus näher gelegene Tailfingen: Dort erhielten sie vom Wäschehersteller con-ta der Firma Gebrüder Conzelmann GmbH an die 350 Teile Funktionsunterwäsche für die Reise. Schließlich soll die Fahrt am Ende nicht an der falschen Kleidung scheitern.

"Wir waren sofort dabei, als uns das Team angerufen hat", berichtet Stefan Ströbel, Leiter des Marketing bei con-ta. "Die Menschen sind uns wichtig und deshalb unterstützen wir solche sozialen Projekte gerne."

Bei der Auswahl der Wäsche habe man besondere Rücksicht auf die Fahrer genommen und atmungsaktive Produkte gewählt, die bei warmem Wetter sehr angenehm zu tragen seien. "Das ist auch wichtig, wenn man bedenkt, welche Regionen das Team ansteuert", sagt Ströbel.

Die Firma stellt seit fast hundert Jahren Wäsche her, ein Großteil davon wird von den knapp 150 Mitarbeitern in Deutschland produziert.

"Die Kleidung macht uns generell etwas Sorgen, da wir ja nicht ständig die Möglichkeit haben, diese zu waschen", sagt Marion Linder. "Immerhin haben wir jetzt genügend Unterwäsche zum Wechseln."

Die Rallye sei eine spannende und tolle Aktion, meinte Ströbel, selbst mitfahren würde er aber nicht: "Ich fahre nicht besonders gern Auto", lacht er. "Und die Strecke wäre mir wahrscheinlich auch zu lang. Aber ich bewundere die Fahrer und alle, die dabei sind, dass sie sich bei diesem einmaligen Projekt engagieren."

Auf der Fahrt nach Oberstaufen wird das Team noch einen Zwischenstopp in Ravensburg, bei der "Cafésito Kaffeerösterei" einlegen, ein Integrationsprojekt der Oberschwäbischen Werkstätten für Behinderte GmbH. Diese wird dem Team Kaffee mit auf den Weg geben, zum selber Genießen und als Geschenk für andere.

Für einen Park in Istanbul werden auch noch drei Olivenbäumchen mit auf die Reise gehen, jeweils eins gespendet vom Bischof der Diözese Rottenburg-Stuttgart, Gebhard Fürst, vom Bundesbeauftragten für die Belange behinderter Menschen, Hubert Hüppe, sowie vom Blumenhaus Andreas Fischer aus Bisingen.

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