Bisingen Albvereinsgruppe sagt Feier zum 125. Jubiläum ab

Die Bisinger Albvereinsgruppe setzt sich dafür ein, die Landschaft, so wie wir sie kennen und schätzen, zu pflegen.
Die Bisinger Albvereinsgruppe setzt sich dafür ein, die Landschaft, so wie wir sie kennen und schätzen, zu pflegen. © Foto: Patrick Seeger
Bisingen / Jörg Wahl 08.09.2018
Nach dem Tod des Vorsitzenden Rainer Schüle wird auf den Festakt am 28. September in der Hohenzollernhalle verzichtet.

Eigentlich wollte die Schwäbische Albvereinsgruppe Bisingen/Hohenzollern in diesem Jahr groß ihr 125. Jubiläum feiern. Geplant war ein Festakt am 28. September in der Hohenzollernhalle in Bisingen. Nach dem Tod des Vorsitzenden Rainer Schüle wurde nun alles abgesagt. Das hat der Albverein in einer Ausschusssitzung beschlossen. Eventuell wird die Jubiläumsfeier im nächstes Jahr nachgeholt.

Rainer Schüle war am 8. August nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 72 Jahren gestorben. Sein Name ist untrennbar mit dem Naturschutz und der Bisinger Albvereinsgruppe verbunden.

Lebenswerk fortführen

Vereinsmitglied Egbert Zäh ist derzeit damit beschäftigt, Unterlagen zu sammeln, um eine vollständige Vereinschronik zu verfassen. Tobias Rausch hat, als 2. Vorsitzender, kommissarisch die Leitung der Albvereinsgruppe übernommen. Zusammen mit weiteren in der jüngsten Versammlung gewählten Funktionären, will er Sorge dafür tragen, dass das Lebenswerk Rainer Schüles weitergeführt wird.

Nicht abgesagt wurden daher  die im Wanderplan ausgewiesenen Termine: Am 12. September führt eine Seniorenwanderung auf den Raichberg, am 14. September ist Arbeitseinsatz im Pflegegebiet Zollernhalde, am 16. September ist eine Familienwanderung vom Aichtal auf den Fratzenweg zum Uhlbergturm geplant. Zudem wird bereits am  Wanderplan für 2019 gearbeitet.  Wandervorschläge für Halb- oder Ganztageswanderungen werden gerne angenommen (joachim_kaercher_bis@web.de oder tobirausch@t-online.de).

Die Ortsgruppe Bisingen ist fester Bestandteil des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde. Erstmals erwähnt wurden die Bisinger Wanderfreunde im Jahre 1889, damals beschrieb Hauptlehrer Kaspar Häusel in den „Blättern des Schwäbischen Albvereins“ den Weg von Bisingen zum Hundsrücken. Häusel war es auch, der vier Jahre später, im Jahr 1893,  die Ortsgruppe in Bisingen gründete.

Stets stand das gemeinsame Wandern im Mittelpunkt. Es ging darum, die Heimat zu erkunden.

Die Bisinger Albvereinsgruppe kümmert sich um die Wanderwege rund um Bisingen, kontrolliert und erneuert Wegezeichen und –markierungen. Seit gut 25 Jahren ist die Gruppe äußerst aktiv im Landschaftsschutz, seit 2012 kümmern sich die Mitglieder der Naturschutzgruppe in Absprache mit dem Landratsamt auch um die Pflege des Naturschutzgebiets Zollerhalde in Zimmern. Die rund fünf Hektar große Fläche besteht zum Teil aus Streuobstwiese, der Großteil jedoch ist mit Schwarzdorn verbuschtes Gelände.

150

Mitglieder zählt heute die Bisinger Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins. Zu den Wanderungen kam der tatkräftige (und mühsame) Landschaftsschutz hinzu.

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