Die neuen Grosselfinger Ortseingangstafeln sollten längst stehen, wenn es nach dem Willen der Verwaltung und des Gemeinderates geht. Konstruktion und Design sind fertig. Und auch der Standort aus Richtung Rangendingen ist beschlossene Sache. Doch über den Platz aus Richtung Rangendingen wird ordentlich diskutiert – und zwar zwischen Gemeinde, Landratsamt und Regierungspräsidium.

Die bisherige Ortstafel steht auf dem Grundstück des Autohauses Flieg. Aufgestellt wurde sie zur 700-Jahr-Feier der Gemeinde. Diese ist allerdings schon ein paar Jahre her. Die Tafel aus Holz wirkt inzwischen reichlich unansehnlich. Da die neue Tafel größer als die alte Holztafel ist und zudem beleuchtet wird, würde sie mit der Flieg-Werbung konkurrieren.

Vorschlag Nummer eins: weiter oben am Bisinger Berg

Der erste Vorschlag des Grosselfinger Gemeinderats, die Tafel weiter oben am Bisinger Berg, bei der Einfahrt zum Trinkwasserhochbehälter, zu platzieren, stieß sowohl beim Landratsamt als auch beim Regierungspräsidium auf wenig Gegenliebe. Begründung des Regierungspräsidiums: Bei der geplanten Ortseingangstafel handle es sich um eine Anlage der Außenwerbung. Und solche Werbeanlagen dürften längs von Landstraßen in einer Entfernung bis zu 20 Metern – gemessen vom Fahrbahnrand – nicht errichtet werden. Auch das Landratsamt argumentierte, dass ein Begrüßungsschild außerhalb geschlossener Ortschaften unüblich sei, weshalb es eben nicht befürwortet werden könne.

Standort zwei: auf der anderen Straßenseite

Genehmigt werden könnte, aus Sicht des Landratsamtes und des Regierungspräsidiums, dagegen eine Fläche an der Einfahrt zur „Neuen Gewerbestraße“ (auf dem Flurstück Nummer 10/5). Aus Richtung Bisingen würde die Tafel damit von rechts (beim Flieg) nach links auf die andere Straßenseite wandern. Das wiederum gefällt den Grosselfinger Gemeinderäten nicht. Wer schaut schon auf die andere Straßenseite, und wenn, ist das auch noch gefährlich.

Gegenvorschlag, damit Nummer drei. das Ortsschild verschieben

Gegenvorschlag aus Grosselfingen: Warum nicht einfach das Ortsschild (also das gelbe) 50 bis 100 Meter in Richtung Bisingen verschieben. Dann würde die Tafel zwischen Gewerbeinformationstafel und Ortsschild passen. Die Behörden stimmten nicht zu. So einfach lassen sich Ortsschilder halt nicht versetzen.

Es ist eine schier unendliche Geschichte

Darauf schlug der Gemeinderat vor, die Gewerbeinfotafel, aus Richtung Bisingen rechts an der Straße, links rüber auf besagtes Flurstück 10/5 zu stellen – und auf den bisherigen Standort rechts eben die Begrüßungstafel. Das Landratsamt hätte nichts dagegen. Dafür müsste lediglich die Schutzplanke verlängert werden, so dass diese bis vor die Begrüßungstafel reicht.

Vorschlag Nummer vier: anstelle der Gewerbetafel rechts

Kann die Tafel damit endlich aufgestellt werden? Nichts da. Denn das Regierungspräsidium stimmt nicht zu. Die Begrüßungstafel würde sich so nämlich „außerhalb der straßenrechtlichen Ortsdurchfahrt“ an der freien Strecke der Landesstraße befunden, und auf einem Straßengrundstück, das dem Land gehört. Um kurz noch hinterher zu schieben: Die „straßenrechtliche Ortsdurchfahrt“ sei komplett unabhängig von der gelben Ortstafel.

Und nun? Das Regierungspräsidium schlägt einen Vor-Ort-Termin vor. Die Grosselfinger Gemeinderäte meinen: Nur her mit den Behördenvertretern.

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