Bisingen Abschied von einer Pädagogin mit großem Herzen

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger weiß, was Rosemarie Bossenmaier-Kümmel als Schulleiterin für den Schulstandort Bisingen geleistet hat.
Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger weiß, was Rosemarie Bossenmaier-Kümmel als Schulleiterin für den Schulstandort Bisingen geleistet hat. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 23.07.2018
Rosemarie Bossenmaier-Kümmel hat die Förderschule geprägt. Björn Hodler übernimmt kommissarisch.

Es war ein bewegender Abschied. Nach 21 Jahren an der Bisinger Förderschule Astrid Lindgren und insgesamt 41 Dienstjahren wurde Rektorin Rosenmarie Bossenmaier-Kümmel in den Ruhestand verabschiedet. Kommissarisch übernimmt zunächst Lehrer Björn Hodler die Leitung der Astrid-Lindgren-Schule.

Gut 100 Gäste waren geladen, um Rosemarie BossenmaierKümmel auf dem weiteren Lebensweg alles Gute zu wünschen. Um genügend Platz zu haben, wurde in der Aula der Grund- und Werkrealschule gefeiert.

Eine wahre Alleskönnerin

„Marmorstein und Eisen bricht“ stimmte die Schulband „Goldfinger“ an. Schulamtsdirektor Gernot Schultheiß lobte das vorbildliches Engagement, das Rosemarie Bossenmaier-Kümmel Zeit ihres Schullebens gezeigt habe. Sie sei dabei eine echte „Teamspielerin“ gewesen, es sei ihr stes wichtig gewesen, die notwendigen Aufgaben mit den Lehrkräften zusammen umzusetzen. Die individuelle Förderung habe ihr am Herzen gelegen, so auch bei der Ganztagesbetreuung und Inklusion. Rosemarie Bossenmaier-Kümmel, stellte Schultheiß fest, habe die Bisinger Astrid-Lindgren-Schule geprägt.

Nach einem Zwischenspiel der Hauptstufe 1 reihten sich Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger, Schuldekan Franz Gnant, die Rektorin der Grund- und Werkrealschule, Nicole Heyder (im Namen aller Bisinger Schulen), der Elternbeiratsvorsitzende Daniel Rohde und für die Ehemaligen als Gesangsduo Alfred Tritz (Rektor a. D. Grund- und Werkrealschule) und Karlheinz Merz (Konrektor a. D. Grund- und Werkrealschule) ein.

Rosemarie Bossenmaier-Kümmel habe stets die Überzeugung vertreten, bewunderte Bürgermeister Waizenegger, dass es sich lohnt, an jedes einzelne Kind zu glauben, ihm eine Chance zu geben und dessen Stärken zu entdecken. Ihr Auftreten wertete Waizenegger als „Alleskönnerin mit Managerqualitäten“. „Der Ruf unserer Astrid-Lindgren-Schule ist hervorragend. Und sie tragen daran einen großen Anteil“, brachte Waizenegger es auf den Punkt.Während seiner viereinhalbjährigen Amtszeit habe er Rosemarie Bossenmaier-Kümmel als warmherzige, verantwortungsbewusste und engagierte Schulleiterin kennen und schätzen gelernt. Er wünschte ihr einen schönen, ereignisreichen und angenehmen Ruhestand, ganz nach Astrid Lindgrens Motto: „Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen und vor sich hinzuschauen.“

Der Lehrerchor steuerte „Superkalifragilistisch“ bei. Und so betitelte auch Nicole Heyder die Kollegin: als „moderne Mary Poppins“. Mit umsichtigem Herz habe sie Kinder und Eltern verzaubert. Die Hauptstufe 2 übergab zum Abschied einen Kirschbaum.

„Ich bin überwältigt und zutiefst berührt“, bedankte sich Rosemarie Bossenmaier-Kümmel, die schon längst feuchte Augen hatte. Es falle ihr nicht leicht, diesen Teil ihrer seelischen Heimat zu verlassen. Doch sie möchte sich fortan verstärkt um ihren kranken Ehemann Prof. Dr. Friedrich Kümmel kümmern.

Beim sich anschließenden Stehempfang bestand Gelegenheit, mit einem Glas Sekt anzustoßen. Rosemarie Bossenmaier-Kümmel wird immer ein Teil der Schule bleiben.

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