Kult „Eine lausige Hexe“: Für Burgfans momentan Pflicht

Bisingen / Stephanie Apelt 30.09.2017

Mildred Hoppelt stolpert von einem Missgeschick zum anderen. Ihre Fans lieben sie dafür. Die Geschichten um die lausige Hexe, nach den erfolgreichen Kinderbüchern von Jill Murphy, wurden neu verfilmt. 13 Folgen beinhaltet die Staffel, die derzeit bei KiKA, dem Kinderkanal von ARD und ZDF, zu sehen ist. Die Dreharbeiten der modernen Adaption fanden zu großen Teilen in Großbritannien statt. Was mehr interessieren dürfte: Die Außenaufnahmen der Hexenakademie wurden im Juni vergangenen Jahres auf der Burg Hohenzollern aufgenommen.

„Harry Potter“ für Mädchen

Hexeninternat, Zaubersprüche, magische Welten? Ja sicher, das klingt sehr nach „Harry Potter“. „Eine lausige Hexe“ kam als Buch allerdings schon 1974 heraus. „Und Mildred ist einfach so viel besser als Harry, sie ist schließlich ein Mädchen“, erklärt Leni im Brustton der Überzeugung. Und die Siebenjährige muss es wissen: Angetan mit spitzem Zauberhut und schwarzem Umhang kann sie fachkundig über das Einmaleins der Hexenkunde referieren. Ebenso wie ihre Freundinnen Marie-Sophie (8), Alissa (10) und Clara (8). Leni, Marie-Sophie und Clara gehen in Gruol und Stetten/Hechingen auf die Grundschule, Alissa besucht das Gymnasium in Rottenburg.

Die vier Mädchen kennen nicht nur die „Lausige Hexe“-Bücher, sondern auch die Erstverfilmung der Kinderserie (1998-2002), durchaus auch schon mal in englischer Sprache, mit großer Spannung wird daher momentan die Neuadaption verfolgt. Und ihre Mütter, sie alle kennen sich durch das Studium, setzten sich durchaus mit vor den Fernseher. Das Schauen sei für Burgfans doch einfach Pflicht.

Burg oft in Szene gesetzt

Da fliegen die Nachwuchshexen (die aus dem Film) geschwind über die Zollerburg, da wird vom Zellerhorn her auf das historische Gemäuer gezoomt. Die Burg kommt in der Serie gut weg, sprich: Sie ist oft zu sehen.

Dabei hätten die Dreharbeiten im vergangenen Jahr gar nicht einmal so lange gedauert, erzählt Roland Beck, Burg-Pressesprecher, gerade einmal drei Tage lang im Juli. Und ganz im Gegensatz zu dem Aufwand, der für den Horrorthriller „A Cure for Wellness“ getrieben wurde, dafür wurde die Burg für die Öffentlichkeit immerhin 14 Tage gesperrt, gingen die Aufnahmen (leider) recht unbemerkt vonstatten. Leni, Marie-Sophie, Alissa und Clara bedauern es noch heute, dass sie es nicht mitbekommen haben, dass für den Dreh in der Region damals sogar Komparsen gesucht wurden – da wären sie doch sofort dabei gewesen!

Mit viel Witz erzählt

„Eine lausige Hexe“ ist mit viel Witz erzählt. Und sooft die junge Mildred auch scheitern mag, nicht immer übrigens durch ihre Schuld, sie lässt sich nicht unterkriegen. Und auch wenn es die gemeine Gegenspielerin Esther gibt, Mildred kann auf treue Freunde bauen – und auf Katze Tapsi. „Milli ist halt am Ende doch immer etwas schlauer“, freut sich Marie-Sophie.

Wie wäre es denn, wenn die jungen Fans echte Zauberkräfte hätten? Clara würde flugs dafür sorgen, dass die Hausaufgaben stets schon gemacht sind. Leni würde doch zu gerne einmal tatsächlich auf einem Besen fliegen. Einmal rund um und über  die (echte) Burg Hohenzollern.

Eintauchen in eine magische Welt

Im Mittelpunkt der Neuadaption von „Eine lausige Hexe“ (ZDF) steht die elfjährige Mildred Hoppelt, die es durch Zufall auf die elitäre Hexenakademie Graustein verschlägt.

Produziert wurde die Serie von der BBC  in Zusammenarbeit mit ZDF, ZDF Enterprises und Netflix. Die Dreharbeiten fanden größtenteils in Großbritannien statt. Die Außenaufnahmen der Hexenakademie entstanden an der Burg Hohenzollern.

Weitere Folgen laufen von Montag bis Freitag jeweils um 17.35 Uhr auf Kika, dem Kinderkanal von ARD und ZDF.

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