Bisingen „Die Zukunft in die Hand nehmen“

So sieht’s  also aus, das Backbone. Seit Dienstagabend weiß Gemeinderatsmitglied Klaus Ertl Bescheid.
So sieht’s also aus, das Backbone. Seit Dienstagabend weiß Gemeinderatsmitglied Klaus Ertl Bescheid. © Foto: Sabine Hegele
Bisingen / Sabine Hegele 14.06.2018
Backbone: Der Bisinger Gemeinderat stimmte dem Beitritt zum Verbund Komm.Pakt.Net einhellig zu.

Backbone ist das Rückgrat des Breitbandausbaus – und damit zukunftsweisend. Das weiß man auch in Bisingen. Am Dienstagabend folgte der Gemeinderat auf Empfehlung der Verwaltung einstimmig dem Beitritt zum Verbund Komm.Pakt.Net, in dem sich bereits acht Landkreise mit 200 Städten und Gemeinden zusammengeschlossen haben.

Gegründet 2015, soll die Backboneplanung in den Jahren 2018 bis 2021 umgesetzt werden. Erläuterungen dazu gab in der Sitzung des Gemeinderats Andrea Gobbo von der Geschäftsstelle Breitband des Zollernalbkreises. Sie informierte darüber, dass im vergangenen Jahr zollernalbkreisweit schon über 20 Kilometer Backbones gebaut wurden, um die Glasfaser in die Kommunen zu bringen. Einzig die Glasfaser, daran ließ Andrea Gobbo keinen Zweifel, „wird auf Dauer zukunftsfähig sein“. In Bisingen wird es zwei sogenannte Kopfstandorte (einer davon nahe des Schulzentrums) geben, über die das Backbone-Netz gespannt wird. In den Teilorten kommen weitere Kopfstandorte hinzu. „Irgendwann“, hakte Bürgermeister Roman Waizenegger ein, „soll jeder Aussiedlerhof seine Glasfaser haben“. Jedoch, schränkte er ein: „Wollten wir jetzt die ganze Gemeinde für die Glasfaser umgraben, würde uns das 25 Millionen Euro kosten.“ Also ein „unrealistischer“ Gedanke.

In diesem Zusammenhang warf Klaus Ertl, Freie Wähler, ein, dass sich doch auch die Telekom weiterentwickeln werde – „ist das, was wir hier planen, dann nicht doppelt gemoppelt?“ „Und findet das die Akzeptanz der Häuslebesitzer?“

Der Rathauschef gab Entwarnung: „Wie wir den eigenen innerörtlichen Breitbandausbau gestalten, das wird den Gemeinderat noch des öfteren beschäftigen.“ Darüber hinaus ist es das Ziel des Verbunds Komm.Pakt.Net, dass alle Kommunen im Zollernalbkreis einen gemeinsamen Netzbetreiber erhalten. Ausgeschrieben würden sowohl die bestehenden kommunalen Netze als auch zukünftige Ausbauten.

Baupriorität haben Gewerbegebiete und Schulen sowie unterversorgte Gebiete – und zwar vor Mischgebieten, Wohngebieten und Neubaugebieten.

Es sei an der Zeit, „die Zukunft in die Hand zu nehmen“, resümierte Bürgermeister Waizenegger und freute sich über das einhellige Ja des Gremiums zum Beitritt in den Verbund der Komm.Pakt.Net.

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