Schlagerfestival "3 mal 1" genießen in Bisingen ihren Heimvorteil

Bisingen / VALERIE EBERLE 19.01.2016
Mit neuen Liedern und Kostümen wollen drei Schwestern aus Steinhofen, die als "3 mal 1" Furore machen, beim Schlagerfestival die Fans bezaubern. Die HZ hat mit ihnen über ihre Ziele und Träume gesprochen.

Die drei jungen Frauen strahlen, wenn sie über ihre Auftritte in der ganzen Welt berichten. Am kommenden Sonntag, 24. Januar, stehen sie beim inzwischen zehnten Bisinger Schlagerfestival wieder auf der Bühne der Hohenzollernhalle. Weitere musikalische Gäste sind Oliver Thomas, Die Jungen Zillertaler, Frau Wäber, Hautnah und Heinz Koch.

Die Schwestern Alexandra (23), Franziska (21) und Stephanie (18) Mucz kommen aus Steinhofen. Mit einem Gesangswettbewerb, den die drei als Kinder gewannen, hat alles angefangen. Es folgte ein selbst erarbeitetes Musik-, Sketch- und Schauspielprogramm für den Geburtstag der Oma - und schon war auch der zunächst recht skeptische Vater überzeugt. "Er hat gesehen, wie viel Spaß wir dabei haben, und war bereit, uns zu unterstützen", erzählen die talentierten Schwestern im Gespräch mit der HZ.

Der Durchbruch kam dann 2004 bei einem großen Auftritt bei der Fernsehsendung "Tanz in den Mai", dort lernten sie auch ihren Produzenten und Texter kennen, von da an ging alles ganz schnell. Es gab TV-Auftritte in Österreich, ein Album wurde aufgenommen, Fotos wurden geschossen. Seit 15 Jahren machen die drei Schwestern gemeinsam Musik. Die drei Mädels wurden zunächst als "Geschwister Mutsch" bekannt, heute treten sie, inzwischen erwachsen geworden, als "3 mal 1" auf.

Jetzt freuen sich Alexandra, Stephanie und Franziska auf das große Schlagerfestival am Sonntag in Bisingen.

Könnt ihr euch ein Leben als Musiker vorstellen?

ALEXANDRA: Im Moment nicht, ich möchte mein Lehramtsstudium beenden. Meine Schwestern haben mit ihrer Ausbildung und der Schule auch ziemlich viel zu tun. Es ist einfach gut und sicher sinnvoll, wenn wir alle eine Berufsausbildung haben. Es können schließlich nur sehr wenige Menschen tatsächlich von der Musik leben.

FRANZISKA: Wir freuen uns natürlich über noch mehr Auftritte, aber, sollte es mal nicht so gut laufen, wäre es auch nicht so schlimm, einem normalen Beruf nachzugehen. So bleibt die Musik unser Hobby.

Habt ihr Ziele oder Träume für die Zukunft, für 2016?

FRANZISKA: Wir versuchen, uns immer neu zu erfinden, und würden gerne auch mal was Modernes ausprobieren, wobei der Schlager unsere Musikrichtung ist - und dies auch bleiben wird.

ALEXANDRA: Der eigentliche Traum hat sich bereits erfüllt. Wir durften bereits zwei Mal nach Chicago und standen gemeinsam mit Stars wie den Geschwister Hoffmann auf der Bühne.

Streitet ihr euch auch manchmal?

ALEXANDRA: Gerade eigentlich nicht. Seit Franziska ausgezogen ist, ich zum Studieren in Weingarten bin, sehen wir uns nicht mehr so regelmäßig, eigentlich nur beim Proben, da wird das mit dem Streiten auch besser. Früher war es schlimmer, als wir so sehr aufeinander gesessen sind - aber ich denke, das kennen die meisten Geschwister.

STEPHANIE: Es ist sehr ruhig geworden, was nicht unbedingt schöner ist, aber Alexandra und Franziska kommen ja noch oft nach Hause.

Was unterscheidet euch voneinander?

STEPHANIE: Alexandra ist die strengste von uns, aber das ist auch gut so, sie organisiert alles.

ALEXANDRA: Ja, ich beantworte die E-Mails, die Fanpost, gestalte die Poster, eben alles Organisatorische. Die Choreografien und was gesungen wird, erarbeiten wir uns gemeinsam.

Ist das Schlagerfestival in der Heimat noch immer etwas Besonderes für euch?

FRANZISKA: Beim Schlagerfestival ist die Aufregung am größten.

ALEXANDRA: Ich kann mich noch gut erinnern, als wir einmal in Hamburg vor tausenden Menschen singen durften, da waren wir nicht im geringsten so aufgeregt wie jedes Jahr beim Schlagerfestival in Bisingen.

FRANZISKA: Dieses Jahr gibt es übrigens eine kleine Überraschung für unsere Fans - und das in zweierlei Hinsicht.

ALEXANDRA: Zudem werden wir unsere neue Maxi-CD vorstellen. Darauf sind unter anderem das Coverlied "Die Rose" und unser neues Lied "Die rosarote Brille". Die beiden Stücke haben wir gemeinsam mit Oliver Thomas aufgenommen. "Die rosarote Brille" hat Oliver Thomas komponiert, ich habe den Text dazu geschrieben.

Info Das Schlagerfestival steigt am Sonntag, 24. Januar, um 15 Uhr in der Bisinger Hohenzollernhalle. Karten sind erhältlich im Rathaus Bisingen, Heidelbergstraße 9, Zimmer 6, Telefon: 07476/896411.

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