Bisingen 60 Jahre mit Herzblut für die Sozialdemokratie

Freuen sich über 60 Jahre rührige Bisinger Genossen (v.l.): der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gisela Birr, SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier und Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger.
Freuen sich über 60 Jahre rührige Bisinger Genossen (v.l.): der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute, SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gisela Birr, SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier und Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger. © Foto: Jörg Wahl
Bisingen / Jörg Wahl 03.07.2018
Der Bisinger SPD-Ortsverein blickt auf sechs rührige Jahrzehnte in der Kommunalpolitik zurück.

Wer 60 wird, soll entsprechend feiern. Das ließ sich der SPD-Ortsverein Bisingen nicht zweimal sagen und lud Genossen und Gäste zum großen Festakt in die Hohenzollernhalle.

Bisingens Vorsitzenden Gisela Birr strahlte. 1958 habe es mindestens zwei Gründe zur Freude gegeben: Elvis Presley diente in der Bundesrepublik und zwölf  engagierte SPD Mitglieder gründeten in Bisingen den Ortsverein, zitierte Birr die HZ. Die Bisinger Genossen hätten sich fortan mit viel Herzblut in die Kommunalpolitik gestürzt.

Birr dankte allen Mitgliedern und Freunden für die Unterstützung. 2019 ist diese wieder mehr denn je gefragt: Es stehen Kommunalwahlen an.

Klare Kante gegen Rechts

Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger (selbst in der CDU), die SPD-Landesvorsitzende Leni Breymaier und SPD-Kreisvorsitzender Alexander Maute gratulierten zum runden Geburtstag. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Rosemann hatte sich entschuldigt, übermittelte aber seine besten Grüße. Auch die frühere langjährige SPD-Bundestagsabgeordnete und unter anderem Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin musste sich entschuldigen lassen.

Die SPD habe den Ort nachhaltig geprägt, so Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger. Seit 1962 sind die Genossen im Gemeinderat vertreten. Vieles hab die Partei dazu beigetragen, „dass Bisingen für seine Bürger attraktiv ist und bleibt, sich im Vergleich mit anderen Kommunen gut positioniert“. – „Sie halten das Schiff SPD-Bisingen auf Kurs, lobte er Gisela Birr, die als Steuerfrau seit sieben Jahren das Ruder führt. Als Geschenk hatte Waizenegger ein Jubiläumsbrot mitgebracht, Brot stehe schließlich für Leben und Vitalität.

Die Festrede hielt die SPD- Landesvorsitzende Leni Breymaier. Ende der 50er Jahre, mitten im Wirtschaftswunder – Brasilien wurde erstmals Weltmeister – hätte sich in Bisingen der SPD-Ortsverein gegründet. „Ihr habt die Zeit so gut genutzt, dass euer Engagement über die sechs Jahrzehnte quasi doppelt wirkt, ähnlich der Kraft der zwei Herzen, eines für die Sozialdemokratie und eines für das politische Gemeindeleben in Bisingen, fürs Ländle“, lobte Breymaier. Damals wie heute sei es schwer für die Genossen, Politik im Ländle zu machen, meinte die SPD-Landesvorsitzende. Gekämpft werde nicht mehr nur gegen schwarze und konservative Politik, sondern heute auch gegen die rechtsextreme AfD. Breymaier: „Dass wir in Deutschland nochmals gegen rechtspopulistische Kräfte, gegen neue und alte Nazis klare Kante zeigen müssen, habe ich in diesem Ausmaß lange Zeit nicht erwartet. Es ist eine Schande“.

Dem Bisinger SPD-Ortsverein rief sie zu:  „Macht weiter so und Glück auf.“ Die nächsten Jahrzehnte warten.

Mit Recht dürfe man stolz sein auf jeden Tag dieser 60 Jahre und den Beitrag, den der SPD- Ortsverein stets tatkräftig und voller Überzeugung für Bisingen geleistet habe, betonte der SPD-Kreisvorsitzende Alexander Maute.

Nach so vielen Reden und Glückwunschen ging es mit einem Stehempfang zum geselligen Teil des Abends über. Die Band „Prime of Life“ sorgte für flotte Töne. Eine kleine Ausstellung informierte über 150 Jahre Sozialdemokratie.

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