Bisingen / Stephanie Apelt Weitere 18 Bauplätze in Fronwiesen-Raubrühl sind vergeben. Bis die nächsten kommen, wird es dauern.

Es ist ein echtes Sahnestückchen: das Bisinger Neubaugebiet Fronwiesen-Raubrühl. 111 Bauplätze in drei Abschnitten soll es geben. Die 47 kommunalen im ersten sind längst weg, also legte die Gemeinde nach und brachte weitere 18 aus dem zweiten Abschnitt auf den freien Markt.

Anfang Januar endete die offizielle Ausschreibung dafür. 39 Bewerbungen gingen ein. Bei der Vergabe richtete sich der Gemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend nach den üblichen Kriterien.

Striktes Vergabesystem

Schon seit Jahren gibt es für Nachfragen nach kommunalen Bauplätzen in Bisingen ein striktes Punktesystem. 15 Punkte zum Beispiel erhalten Bewerber für jedes Kind bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres, das auch im neuen Häuschen leben wird. Drei Punkte gibt es für jedes volle Kalenderjahr, in dem der Bewerber in Bisingen mit Hauptsitz gemeldet ist oder war. 100 Punkte gibt es für einen Arzt, der sich in Bisingen niederlässt. Und so schoss in der aktuellen Vergabe gleich einmal ein Bewerber auf Platz fünf hoch.

Bei den 18 Bauplätzen kamen 15 Bisinger zum Zuge, ein Bewerber aus Albstadt (eben der Arzt), einer aus Balingen und einer aus Gomaringen. Falls einer der 18 sich doch anders entscheidet, rückt der nächste auf der Liste dafür nach.

Unter den möglichen Nachrückern ist allerdings dann nur noch ein Interessent aus Bisingen. Ansonsten finden sich Bewerber von Friedrichshafen bis Würzburg. Was nicht nur Gemeinderat Klaus Ertl (Freie Wähler) ganz und gar nicht behagt. Daran lasse sich nun nichts mehr ändern, stellte Bürgermeister Roman Waizenegger klar.

Noch stehen mehr als 40 weitere Bauplätze in Fronwiesen-Raubrühl zur Verfügung. Ertl und sein CDU-Kollege Dieter Fecker betonten: Es solle hier bloß nichts übereilt werden. Lieber mal ein oder zwei Jahre aussetzen. Schließlich wollen auch in Zukunft noch Bisinger bauen.

Während die Erschließung des Baugebiets auf Hochtouren läuft, geht es jetzt auch mit dem tatsächlichen Verkauf voran, wie Bürgermeister Waizenegger am Dienstag versicherte. Diverse Grundbuchbelastungen (die im Zuge des Ankaufs der Flächen im Umlegungsgebiet als Rückerwerbsvormerkungen auf diesen Grundstücken noch lasten) hatten zu Verzögerungen geführt. Doch inzwischen konnten alle Löschungsbewilligungen, zumindest für die auf den Markt gebrachten Bauplätze, eingeholt werden. Die Gemeinde Bisingen will für den Verkauf der Grundstücke mehrere Sammeltermine beim Notar vereinbaren.

Jetzt kommt der Feinbelag drauf

Behinderungen Sofern es die Witterungsverhältnisse zulassen, wird die Firma Stumpp in der Zeit vom 18. März bis voraussichtlich 22. März im Baugebiet Fronwiesen-Raubrühl in Bisingen den Feinbelag auf den Straßen aufbringen. In den Anschlussbereichen kann es deshalb zu Behinderungen kommen.