Bietigheim-Bissingen Zehn Jahre Villa Visconti: Viel bestauntes Kunstensemble

Bietigheim-Bissingen / BZ 17.06.2013
Vor zehn Jahren wurde mit der Einweihung der Villa Visconti ein Schlusspunkt in die Sanierung der historischen Altstadt gesetzt. Heute ist das Gebäude ein viel bestauntes Kunstensemble.

Die nach einem Wettbewerb beauftragten Architekten, Professor Jo Frowein (Stuttgart) und die Architektengruppe fps (Bietigheim-Bissingen), wählten den Rundbogen als prägnantes Gestaltungselement für das neue Gebäude. Das Bogenmotiv ist in Bietigheim-Bissingen bereits am Enzviadukt eine bekannte Größe und findet sich auch am "Turm der grauen Pferde" wieder. Gemeinsam mit dem Künstler Jürgen Goertz gestalteten die Architekten ein Wohn- und Geschäftshaus, welches mit seiner roten Klinkerfassade, dem Tonnendach und den mit hunderten von Medaillons innen und außen geschmückten Wänden einen passenden Gegenpol zur Skulptur auf dem Hillerplatz bildete.

Die dem Platz zugewandte Nordfassade ist heute zum viel bestaunten Entree der Bietigheimer Altstadt geworden: Hier agieren 26 individuell gestaltete Medaillons, überwiegend Köpfe von Persönlichkeiten der Weltgeschichte. Als Namensgeberin des Hauses wurde Antonia Visconti gewählt, eine reiche Mailänder Herzogin, die 1380 Graf Eberhard den Milden heiratete und als Hochzeitsgeschenk die Ämter Bietigheim, Marbach und Zabergäu erhielt. Die Herrin von Bietigheim sorgte als ebenso reiche wie kunstsinnige Adlige für einen kräftigen Aufschwung der Stadt - im kommenden Jahr feiert die Stadt ihr 650 jähriges Jubiläum der Stadtrechte, die auf Antonia Visconti zurückgehen.

Die Bietigheimer Wohnbau ließ sich den Bau rund 4,5 Mio Euro kosten. Das Haus beinhaltet neben dem Restaurant in den weiteren vier Geschossen eine Zahnarztpraxis und vier Wohnungen.

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