Stadtteil Von Mettertal bis Bogenviertel

Veränderungen in Bietigheim gab es zuletzt unter anderem im Mettertal. Nach dem Abbruch der Gebäude Nummer 17 und 19 in der Farbstraße ist der neue Parkplatz bereits fertiggestellt.
Veränderungen in Bietigheim gab es zuletzt unter anderem im Mettertal. Nach dem Abbruch der Gebäude Nummer 17 und 19 in der Farbstraße ist der neue Parkplatz bereits fertiggestellt. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 15.05.2018

Der Masterplan „Mettertal“ teilt die Bietigheimer. Noch ist nicht entschieden, wie und ob der Plan umgesetzt wird, doch erste Veränderungen rund um die Metter sind bereits im Gange: In der Farbstraße wurden Häuser abgerissen und Parkplätze angelegt. Dennoch, die einen sind begeistert von den Ideen der Planer zum Mettertal, die anderen sorgen sich um die Tierwelt sowie um zunehmenden Müll an öffentlichen Plätzen (die BZ berichtete).

Das Thema Müll rund um Spielplätze, im Bürgergarten und anderen öffentlichen Plätzen in Bietigheim stört die Bürger – Zigarettenkippen um Sandkästen oder Hundekot, mal in Beuteln mal ohne. Erst vor zwei Jahren hat die Stadt neue einheitliche Schilder mit Nutzungshinweisen an allen Spielplätzen aufgestellt. Doch das Einhalten der Regeln werde zu selten kontrolliert, beschweren sich einige Bürger.

Ein weiteres Thema, das spätestens zu den Hauptverkehrszeiten bei Bewohnern wie Pendlern zu Verärgerung führt, ist der viele Verkehr in der Stadt. Statt einer Verbesserung fürchten viele eher eine Verschlechterung angesichts der großen Wohnbauprojekte, wie etwa auf dem ehemaligen DLW-Gelände, dem künftigen Bogenviertel.

Auch die eigentlich autofreie Altstadt hat Verkehrsprobleme. So zumindest wenn es nach einer Besitzerin eines Gastronomiebetriebs im oberen Teil geht. Sie ärgert sich über die ständige Präsenz der örtlichen Politessen, sobald sie ihren Lieferwagen abstelle. Denn nicht immer schaffe sie es bis 10 Uhr ihre kompletten Lieferungen in ihre Gaststätte zu bringen. Dieses Problem sei auch im unteren Bereich der Fußgängerzone bekannt. Die Stadt indes beruft sich auf die Verkehrsregeln und die feste Zeiten des Lieferverkehrs. Zudem erklärt Stadtsprecherin Anette Hochmuth, dass es im Einzelfall auch Genehmigungen und Ausnahmen gebe. Von solchen Ausnahmen sind jedoch Radfahrer nicht betroffen. Immer wieder sieht man sie durch die Altstadt fahren – das ist jedoch verboten. Viele Fahrradfahrer sprechen von einer fahrradunfreundlichen Kommune.

Denkmal oder nicht?

In der Altstadt wirft der Umgang mit der historischen Bausubstanz besondere Fragen auf. So sorgt etwa der Zustand der Stadtmauer nach einem baulichen Eingriff für Streit unter Nachbarn. Der Erhalt der Mauer ist Pflicht, denn laut dem Referat Denkmalpflege des Regierungspräsidiums haben die „Reste der mittelalterlichen Stadtbefestigung hohen dokumentarischen Wert.“ So auch bei diversen Gebäuden der Stadt, vor allem in der Altstadt.

Herausragende Gebäude sind unter anderem die Kelter, der Pulverturm und das Untere Tor, das Rathaus, das Hornmoldhaus oder das Schloss. Was den Hillerplatz anbelang, so ist die Villa am Hillerplatz 1 denkmalgeschützt, das ehemalige Lamm am Hillerplatz 3 jedoch nicht. Wie berichtet soll dieses vom Bauträger Paulus Wohnbau, der dort ein Neubauprojekt plant, zumindest teilweise saniert werden. Dadurch sollen 21 Eigentumswohnungen entstehen.

Info Am Freitag, 18. Mai, hält das BZ-Mobil direkt am Bietigheimer Marktplatz. Von 10 bis 12 Uhr sind die BZ-Redakteure Uwe Mollenkopf und Rena Weiss vor Ort und freuen sich über Kritik, Anregungen und Lob zum Stadtteil.