Gebiet Kreuzäcker Wieder freie Fahrt auf der Kreuzung

Am Montag und Dienstag wurden die letzten Arbeiten an der Ellentalkreuzung erledigt.
Am Montag und Dienstag wurden die letzten Arbeiten an der Ellentalkreuzung erledigt. © Foto: Werner Kuhnle
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 29.08.2018

Rechtzeitig zum Pferdemarkt gilt ab diesem Mittwoch auf der Ellentalkreuzung wieder freie Fahrt. Seit Ende Juli war auf der Großbaustelle am Umbau des Knotenpunkts gearbeitet worden. Zuletzt hatte man noch an der Einmündung der Ellentalstraße nur nach links und nicht nach rechts Richtung Innenstadt abbiegen können. Bauarbeiten hatten dieser Tage die Pflasterung auf den Verkehrsinseln vollendet, wie Anette Hochmuth, die Sprecherin der Stadtverwaltung, erklärte.

Ampel wird neu programmiert

Die Stadtverwaltung will durch den Umbau die Bedingungen für Fußgänger bei der Querung der Kreuzung verbessern und vor allem die Verkehrsströme nach Sachsenheim flüssiger machen. Dadurch sollen Rückstaus vermieden werden – wie berichtet der Haupteffekt, den man sich im Rathaus von dem Umbau verspricht.

Bis die Ampelschaltung geändert ist und dieser Effekt eintritt, wird es allerdings noch etwas dauern. Die Ampelanlage werde mit einer neuen Software programmiert, so Hochmuth, was zwei bis drei Wochen in Anspruch nehme. So lange funktioniere die Schaltung weiter nach dem alten System.

Das Thema Verkehr hat im Gebiet Kreuzäcker aber nicht nur durch den Kreuzungsumbau Bedeutung erlangt. Auch beim Bürgergespräch vor einigen Wochen standen Verkehrsfragen auf der Agenda, und die Verwaltung nahm einige Prüfaufgaben mit ins Rathaus.

Unter anderem wurden Verkehrsprobleme in der Max-Born-Straße beklagt. Der Autoverkehr habe durch die Erschließung des Baugebiets Ellental 2b stark zugenommen, so die Anwohnerkritik. Als Lösungsvorschlag regte ein Teilnehmer die freie Durchfahrt durch die Freda-Wüsthoff-Straße nach Bissingen als „Überlauf“ an. Laut Anette Hochmuth wurde diese Idee inzwischen nochmals geprüft – und verworfen. Die Verkehrsmenge in der  Max-Born-Straße sei insgesamt gering, eine Durchfahrt in der Freda-Wüsthoff-Straße würde nur zu mehr Verkehr führen, da diese Route Schleichverkehr entstehen lasse.

Ein weiteres Verkehrsthema war die Gefahrensituation am großen Kinderspielplatz durch Radfahrer. Viele seien  auf dem dortigen Radweg in Richtung Ellental und zurück viel zu schnell unterwegs und gefährdeten so spielende Kinder und ältere Menschen, die dort spazieren gehen, erklärte eine Anwohnerin. Laut Hochmuth ist der Radweg in der Tat ein bisschen schmal. Ob ein Ausbau möglich sei, um so die Situation zu verbessern, werde noch untersucht.

Gelöst ist inzwischen ein Problem, auf das ein Bewohner hingewiesen hatte. Dass nämlich die variablen Verkehrsschilder im Bereich der Eishallen die Sperrung der Durchfahrt anzeigten, obwohl dies nicht gerechtfertigt sei. Es habe sich herausgestellt, dass der Grund ein technischer Defekt an den Ampeln aufgrund des großen Unwetters mit Hagelschauern gewesen sei, berichtet die Sprecherin der Stadt. Daraufhin sei die Sperrung angezeigt worden. Inzwischen sei dies bereinigt, falls wieder so ein Fall eintrete, würde sich die Anzeige ganz ausschalten.

Schülertickets: Thema für Rat

Noch keine Entscheidung gibt es dagegen beim Thema Schülerbusverkehr. Zum Hintergrund: Ein Teil der Grundschüler des Wohngebiets muss seit einiger Zeit in die Schillerschule Bissingen gehen, weil die Schülerzahlen für die innerstädtische Hillerschule zu groß wurden. Dafür braucht man den Bus, weil der Fußweg zu weit ist. Im ersten Schuljahr wurde den Eltern ein kostenloses Busfahren angeboten, im zweiten Schuljahr fiel dies weg, und die Kinder, die mit dem Bus fahren, brauchen nun ein Schülerticket. Eltern forderten auch weiterhin den kostenlosen Bustransfer und argumentieren, sie wollten eine Gleichbehandlung mit anderen Grundschuleltern, deren Kinder die Grundschulen aufgrund eines wohnortnahen Standorts zu Fuß kostenlos erreichen könnten. Das soll neu geprüft und im Gemeinderat besprochen werden, wie Oberbürgermeister Jürgen Kessing den Eltern zugesagt hat.

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