Bietigheim-Bissingen Wie sorge ich für den Krankheitsfall und Tod vor?

Bietigheim-Bissingen / JULIA SCHWEIZER 13.09.2016
Das Caritas-Angebot „LebensFaden“ zur christlichen Patientenvorsorge gibt es nun auch in Bietigheim. Die Beratung übernehmen Ehrenamtliche.

Die Caritas macht ihr Angebot zur Patientenvorsorge speziell mit einem christlichen Fokus künftig auch im Familienzentrum in Bietigheim. Bislang gibt es „LebensFaden“ nur an den Standorten Ludwigsburg und Mühlacker. Für das Projekt wurden eigens Ehrenamtliche geschult, sagt die Koordinatorin Annette Ruck. Themen dabei waren unter anderem Ethik und Gesprächsführung, aber auch medizinische und rechtliche Grundlagen. So vorbereitet, können die Ehrenamtlichen künftig Ratsuchende bei ihren Fragen zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung informieren. Das werde wichtig, wenn Menschen sich aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr über ihre Vorstellungen zur Versorgung und Begleitung im Krankheitsfall und Sterben äußern können, sagt Ruck.

Gerade wenn Ratsuchende ans Krank- oder Altwerden denken, hätten sie häufig Ängste und spezielle Hoffnungen. „Dies wollen wir in vertrauensvoller Atmosphäre, ohne Zeitdruck im Gespräch mit den Ratsuchenden klären“, sagt Ruck. Grundlage für die Berater im Projekt „LebensFaden“ ist die Broschüre „Christliche Patientenvorsorge“ der beiden großen Kirchen. Damit werde deutlich in den Blick genommen, dass der Tod zum Leben gehört und nicht alles, was medizinisch machbar ist, auch so gemacht werden soll. Andererseits beziehe man aber auch klar Position gegen Sterbehilfe.

Wer sich bei der Caritas meldet, bekommt einen Gesprächstermin, der etwa eine Stunde dauert, bei Bedarf gibt es einen weiteren. „Das wichtigste dabei ist, dass man sich selbst mit dem Thema Tod auseinandersetzt“, sagt Ruck.

Info
Die Caritas lädt für 8. November um 19 Uhr im Albert-Knapp-Heim zum Vortrag „Demenz – Sich einfühlen in eine brüchige Welt“. Am 17. November spricht Pfarrer Ulrich Gratz um 18.30 Uhr im Familienzentrum über die Notfallseelsorge.

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