Bietigheim-Bisisngen / SUSANNE YVETTE WALTER  Uhr
Im April jährt sich der Welt-Tai-Chi-Tag. Am Samstagmorgen versammelten sich dazu rund 50 Anhänger des Schattenboxens im Bietigheimer Bürgergarten an der Enz.

Petrus war am Samstagvormittag wohl nicht so gut zu sprechen auf die "Peking Sequenz", der sich der Bietigheimer Tai Chi-Lehrer Heinz-Josef Nikolin und seine Mitstreiter seit vielen Jahren verschrieben haben.

Die gelehrte "Peking Sequenz" hat insgesamt 24 Bilder. Sie ist am weitesten verbreitet und lässt sich verhältnismäßig leicht lernen.

Trotz regenverhangenem grauen Himmel trafen sich Tai-Chi-Anhänger zum Welt-Tai-Chi-Tag im Bürgergarten, um in der beflügelnden Atmosphäre gemeinsam ihre Bewegungsabläufe zu genießen. Ebenso kam man zusammen, um gemeinsam den Energiefluss anzuregen und in einen bestimmten Modus zu kommen. Spontan stiegen Zuschauer sogar mit ein.

Eine kleine Gruppe, die Chi Gong besonders favorisiert, hatte sich unter der Leitung von Birgit Reiner den Tai Chi-Leuten angeschlossen. "Tai Chi ist von Kung Fu gar nicht so weit weg", verrät der Altmeister. Nikolin macht seit 30 Jahren Aikido und kam über das Aikido zum Tai Chi. Alle drei Kampfsportarten sind nahe miteinander verwandt, lässt er wissen. "Kung Fu sind ähnliche Bewegungen, lediglich die Schnelligkeit unterscheidet sich in der Ausführung".

Im Bietigheimer Bürgergarten folgte man der "Peking Sequenz" nach einer gemeinsamen Aufwärmphase - ein schönes, harmonisches Bild entstand, das kaum mehr zu toppen ging, als sich Dutzende von Menschen gemeinsam nahezu synchron in weichen Bewegungen begegneten.

Wegen des Wetters landete die Gruppe anschließend allerdings früher als ursprünglich geplant in der Eisdiele.