SW-Badetag Wasserspaß und Wettbewerb

Der Schwimmverein bot mit Poolball eine vereinfachte Form des Wasserballs an.
Der Schwimmverein bot mit Poolball eine vereinfachte Form des Wasserballs an. © Foto: Richard Dannenmann
Bietigheim-Bissingen / Von Uwe Deecke 06.08.2018

Die Schlange an der langen Wasserrutsche war endlos, die Temperaturen über 35 Grad, der Rasen immer noch so grün wie im Mai. Im Badepark Ellental liefen im Rahmen des SW-Badetags seit 13 Uhr die Stadtmeisterschaften im 50-Meter-Freistil, bei denen jeder mitmachen konnte. Auch „Battles“ waren an der Tagesordnung, wenn sich zwei Schwimmerinnen auf die Distanz ein Rennen lieferten wie die beiden Sportlehrerinnen Franzi Müller und Verena Gebre. „Die weibliche 40er-Kollektion“ ging für Franzi Müller aus. „Dass es so deutlich wurde, hätte keiner gedacht“, kommentierte Maren Ulfers von Aquasport den Ausgang des Rennen, bei dem Franzi Müller mit drei Längen Vorsprung gewann.

Mehr als 100 Starter

Von vier bis 78 reichte das Altersspektrum, die Bestzeit hielt am späten Nachmittag noch Lukas Manka mit nur 25 Sekunden für die Bahn. „Wir hatten rund 100 Teilnehmer am Start“, sagte Ulmers, die seit 30 Jahren den Badetag begleitet und moderiert, die Zahl der Besucher schätzte sie auf 5000 an diesem heißen Samstag.

Ein Becken weiter gab es im Wellenbad eine Kanuvorführung mit Schnupperkurs, den der Kanu-Verein anbot. Daneben zeigte der Schwimmverein mit Poolball eine vereinfachte Version des Wasserballs, zu der seit 14 Uhr immer neue Freiwillige ins Wasser stiegen. Die wichtigste Regel: Ein Team muss drei Pässe spielen, bevor es einen gültigen Torwurf geben kann. „Es gibt keinen Körperkontakt“, erklärte Abteilungsleiter Timo Wilhelm am Beckenrand, „und der Werfer darf sich nicht mehr im Wasser bewegen“.

Wie man am Beckenrand und auch vom Einser rückwärts ins Wasser springt, demonstrierte Julius Ulmer von Aquasport. Mit dabei in seinem Sprung-Workshop war auch wieder die 13-jährige Florina, die die Übung schon kannte. „Ich warte darauf, dass der Fünfer aufmacht“, so die Schülerin vom Ellental-Gymnasium. Der Trick des Sprungtrainers, der am Beckenrand kleine Wellen machte: „Wir zerstören die Oberflächenspannung des Wassers“, erklärt Ulmer, denn sie könnte beim Eintauchen wehtun. „Tabata Aquafitness“ und „Aqua Extrem“ waren zusätzliche Schnupperangebote von Aquasport am Nachmittag.

Auch Tauchen war möglich beim Tauch-Sport-Club Bietigheim, der gerade sein Sommerferienprogramm im Badepark beendet hat. Jeder, der es sich zutraute, konnte mit einem Lehrer eine Viertelstunde mit voller Ausrüstung ins Wasser und die Grundregeln des Tauchens lernen.

Wie man Leben rettet, demonstrierte am Nachmittag auch die  DLRG im Wellenbecken. Unfallopfer wurden entweder mit dem Gurtretter oder auch auf dem Surfbord am langen Seil wieder an Land gezogen. An der Seite demonstrierten Aktive des DLRG an einer Puppe, wie Wiederbelebung beim Menschen funktioniert. Nach der Rettung gab es Beifall von der Zuschauern, die sich die Rettungsaktionen, moderiert vom DLRG-Ortsgruppen-Vorsitzenden Bernd Hafner, ansahen.

Ergebniss der Stadtmeisterschaft

Mehr als 100 Schwimmer haben an den Schwimm-Wettbewerben des achten SW Tag im Badepark Ellental am Samstag teilgenommen. Der jüngste Starter war vom Jahrgang 2013 und der älteste vom Jahrgang 1940. Schnellster Schwimmer war: Lukas Manka (Jahrgang 2002) mit einer Zeit von 0:25,50.Schnellste Schwimmerin war Lilian Velija (Jahrgang 2003) mit 0:29,22. bz

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