Zum "Minicup" und "Schwabencup" der DLRG fanden sich am Samstag 70 Mannschaften mit über 300 Teilnehmern im Alter zwischen zwölf und 40 Jahren im Bissinger Hallenbad ein. Die Disziplinen waren dabei vorgegeben und wurden von rund 30 DLRG-Offiziellen überwacht: Zeitnehmer, Wenderichter, Laufrichter, Auswerter und das Schiedsgericht beobachteten die Schwimmer bei ihren Aufgaben. Es mussten Puppen abgeschleppt werden, eine Staffel mit dem Gurtretter geschwommen werden, 25 Meter getaucht oder Hindernisse überwunden werden.

Schon am Freitag waren die befreundeten Wiener Schwimmer über 800 Kilometer angereist, die jedes Jahr hier mit dabei sind. Am Samstag kamen die Ortsgruppen aus Württemberg, Baden, Bayern und Rheinland-Pfalz zum Start der Veranstaltung, die schon viele Jahre in Bissingen stattfindet.

"Wir sind sehr zufrieden", sagte der Erste Vorsitzende Frank Hafner nach dem Abschluss über das eigene Abschneiden und den Verlauf der Veranstaltung. Man habe wieder viel getestet und versucht, und es seien wieder etliche Neue erfolgreich gewesen.

Über Mangel an Mitgliedern kann sich der Verein nicht beklagen. Mit 1400 Mitgliedern ist die DLRG der drittgrößte Verein im Stadtkreis, größer noch als die Ortsgruppe in Ludwigsburg mit 800 Mitgliedern. "Wir legen Wert darauf, dass man den Sport- und Spaßbereich trennt", so der Vorsitzende, auch wenn einige Schwimmer vom Samstag auch beim Wasserspektakel am Sonntag mitmachten. Zehn Mitglieder hat die Ortsgruppe aktuell in der württembergischen Landesauswahl, und sie bemüht sich um den Nachwuchs: Nachdem die Jugend hier ihre ersten Abzeichen gemacht hat, bietet man an, in den Trainingsbereich zu wechseln. "Im Augenblick sind wir gerammelt voll", sagt Hafner, der bereits auf die anstehende große Veranstaltung blickt: Im Juni werden zu den Landesmeisterschaften in Bissingen 1200 Teilnehmer erwartet. Bereits in vier Wochen stehen die Bezirksmeisterschaften des DLRG in der Region an.

Nach dem sportlichen Teil gab es am Samstag eine Abendverstaltung mit Essen und anschließender Disco in den Vereinsräumen, bevor die Teams im Ellentalgymnasium übernachteten. Kaffee und Kuchen sowie ein Weißwurstfrühstück gab es am Sonntagmorgen, bei dem die Eltern der jungen Schwimmer tatkräftig mithalfen.

Anschließend begann das Wasserspektakel, das Claudia Gautschi von der Ortsgruppe mit organisierte. Hier ging es um Geschicklichkeit und Spaß bei unterschiedlichen Disziplinen, wie einen Tisch auf einer schwimmenden Insel zu decken oder Bälle im Schlauchboot zu sammeln. Natürlich wirkten hier auch die befreundeten Schwimmer des SV Bäder aus Wien mit. René Preinl, Trainer des 350 Mitglieder starken Vereins, gab vom Beckenrand aus die Anweisungen an seine jungen Schwimmer. "Der Wettkampf ist ein Mordsspaß", sagte der Wiener, der seit Jahren hierher kommt und dessen Verein über die Teilnahme der Wiener Polizeischwimmer den Kontakt zur Ortsgruppe bekam. Nach dem Programm heißt es für die alten Titelverteidiger dann allerdings wieder die lange Heimreise antreten.

Erste Plätze für die DLRG

Sieg Die DLRG Bietigheim-Bissingen konnte ihren eigenen Rettungsvergleichswettkampf erfolgreich gestalten. Sie konnte die Gesamtwertung im Mini- und im Schwabencup für sich entscheiden. In den fünf verschieden Alterklassen, jeweils männlich und weiblich, konnten sich die DLRG Ortsgruppen Bietigheim-Bissingen, Fellbach und Durlach je zweimal in die Siegerliste eintragen.