Seit gut drei Monaten wird am Stuttgarter Landgericht der große Ludwigsburger Waffen- und Rauschgiftprozess gegen acht Beschuldigte verhandelt (die BZ berichtete). Letzter Akt der immens umfangreichen Beweisaufnahme mit der prozessualen Durcharbeitung von dutzenden Leitz-Ordnern und der Vernehmung von zahlreichen Zeugen war am letzten Verhandlungstag dieses Jahres neben der Verfahrensabkürzungs-Mitteilung noch der Hinweis des Gerichts, dass im Januar eine detaillierte Aufarbeitung der abgehörten Telefonprotolle der Angeklagten stattfindet. Danach sei das Beweisprogramm erschöpft, heißt es beim Landgericht.

Noch schweigen alle acht Angeklagten. Das könnte sich am 11. Januar ändern. Nach der Verlesung der Telefon-Abhör-Protokolle, in denen die kriminellen Geschäfte der Angeklagten dokumentiert sein sollen, könnten Geständnisse folgen. Darauf deutet auch der gestellte Antrag eines der Verteidiger hin, der die Prozessakten über den Parallelfall in das Verfahren einführen möchte, um über die Modalitäten eines möglichen „Strafmaß-Deals“ zwischen Gericht und Angeklagten nachzudenken.