Stadtteilgespräch Überall wird gebaut und renoviert

Das Wohngebiet Kreuzäcker aus der Luft. Erstmals fand hier ein Stadtteilgespräch statt.
Das Wohngebiet Kreuzäcker aus der Luft. Erstmals fand hier ein Stadtteilgespräch statt. © Foto: Werner Kuhnle
Bietigheim-Bissingen / Susanne Yvette Walter 14.07.2018

So gut wie keine freien Plätze gibt es mehr in den Kindertageseinrichtungen Kreuzäcker I und II. Das berichtete Oberbürgermeister Jürgen Kessing beim Stadtteilgespräch am Donnerstagabend. Aktuell besuchen diese Einrichtungen 78 Kinder. „Bis zu den Sommerferien können dort noch drei Kinder aufgenommen werden. Dann ist die Einrichtung an ihre Grenzen angekommen“, sagte Kessing.

In der Veranstaltung im  Haus Pro Seniore  ging Kessing auf die Nutzung von sozialen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen sowie auf geplante Tiefbaumaßnahmen ein.

Kessing sprach auch über die Serviceleistungen, die die Kindertageseinrichtungen für junge Eltern bieten. Weil der Naturrasen dem „Spieldruck“ der Kinder nicht standgehalten habe, sei in der Einrichtung Kreuzäcker I ein Kunstrasen angelegt worden. Kosten: 10 000 Euro. Mehr Kosten verursachte die Erneuerung der Waschtischanlagen mit 15 000 Euro. Nun soll auch in der Kita II der Außenbereich erneuert werden. Geplant ist eine „Modellierung des Geländes“. Es sollen neue Spielgeräte und Fallschutzbeläge installiert werden. Die Baumaßnahme mit 130 000 Euro soll Ende August abgeschlossen sein.

Sonnensegel für Kinder

Ebenfalls voll belegt sind zurzeit die beiden Kinderhäuser mit 178 Plätzen in zwölf Gruppen. Auch hier stellte Kessing die Besonderheiten heraus: warmes Mittagessen und Sprachförderung, auch für Muttersprachler. Im Kinderhaus Malefiz werde ein Inklusionskonzept neu eingeführt. Dort gebe es wöchentliche Trainingszeiten beim TSV 1848 und Naturtage im Wald. Hier sollen im Außenbereich vor dem Haupteingang Kinderwagen-Abstellboxen aufgestellt werden – für 13 000 Euro.

Auch im Kinderhaus Mikado gibt es im Außenbereich einiges zu erneuern, die Fallschutzbeläge zum Beispiel. Die Pflasterstellen sollen erneuert werden. Ein zusätzliches Sonnensegel soll die Kinder vor zu starker Hitzeeinstrahlung schützen. Auch die marode Holzterrasse soll bald wieder bessere Tage sehen. Bis zu Beginn der Sommerferien dauern die Baumaßnahmen an. Kosten: 70 000 Euro.

Die Kinder des Wohnbezirks sind auf zwei Grundschulen verteilt, die Schillerschule und die Hillerschule. An beiden Grundschulen laufen Erweiterungsmaßnahmen, weil auch hier die Kapazitäten nicht ausreichen, um den Anforderungen des Ganztagsbetriebs gerecht zu werden. „Die Schillerschule hat einen neuen Anbau erhalten für rund 5,5 Millionen Euro, der zum Schuljahresbeginn im September in Betrieb geht. Die Hillerschule bekommt eine neue Sporthalle mit Mensa für rund 7,2 Millionen Euro“, erklärte der OB im Stadtteilgespräch. Noch in den Sommerferien soll mit dem Rohbau begonnen werden.

Ein Menge zu sanieren gibt es außerdem an den Ellentalgymnasien. Der erste Bauabschnitt widmet sich der energetischen Sanierung, das heißt der Erneuerung der Heizung, der Lüftung und der Elektrik. Geplant ist auch eine  Aufrüstung der Fassade durch ein Wärmedämmverbundsystem und die Erneuerung der Fenster. Zu Beginn des neuen Schuljahres soll der Bauabschnitt, der vier Millionen Euro verschlingt, abgeschlossen sein.

Erschließung für Ellental IV

„Für das Wohngebiet „Ellental IV“ gab es bereits Erschließungsmaßnahmen“, erzählte der OB den Anwohnern. Den Kreisverkehr, den die Verwaltung zwischen Max-Born-Straße und Fischerpfad angelegt hat, haben die meisten der Anwesenden längst selbst entdeckt. „Bis Oktober soll nun noch der Ausbau des Gehwegs und der Parkstreifen an der Schwarzwaldstraße abgeschlossen werden“, kündigt Kessing an.

Im Fokus der Stadt steht auch die Bushaltestelle Ellental. Dort wurden Anzeiger zur digitalen Fahrgastinformation installiert. Darauf sieht man jetzt Fahrtmöglichkeiten in Echtzeit. „Am Fischerpfad wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2017 eine zusätzlich Bushaltestelle in Betrieb genommen. Dadurch verkürzt sich der Fußweg zum Bus für die Bewohner des südlichen Teils des Wohngebietes. Die neue Haltestelle ist barrierefrei“, erklärt Kessing weiter.

Der OB räumte ein, dass weitere Bushaltestellen im Stadtgebiet ebenfalls mit einer digitalen Fahrgastinformation ausgerüstet werden sollen.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel