Schwerpunkt Frankreich Stationen einer Partnerschaft

Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 07.07.2018

Eine Partnerschaft lebt von den Begegnungen. Und die gab es in den 50 Jahren des Bestehens der Verbindung zwischen Bietigheim-Bissingen und der rund 26 000 Einwohner zählenden französischen Stadt Sucy-en-Brie im Außenbezirk von Paris reichlich. Jährlich kommen Hunderte von Bürgern zusammen. Aktuell ist eine 46-köpfige Delegation  mit Bürgermeisterin Marie-Carole Ciuntu an der Spitze zu Besuch an Enz und Metter. Noch bis Sonntag hat sie Gelegenheit zum Austausch mit den schwäbischen Freunden.

Das Besuchsprogramm ist eng getaktet: Am Donnerstagabend ging’s zum „Funcoustic“-Konzert auf den Marktplatz. Der Freitag war „Schwarzwaldtag“: Die Franzosen und ihre Bietigheim-Bissinger Begleiter besuchten unter anderem Kloster Hirsau und Wildbad. An diesem Samstag steht ein Ausflug nach Stuttgart auf dem Programm, bevor abends in der Kelter der Festakt gefeiert wird. Dort werden auch Tänzerinnen der Tanzschule Clodine Barrais und der Schulchor der Grundschule Jean Jacques Rousseau aus Sucy-en-Brie auftreten. Abgerundet wird der Besuch mit einer Stadtrundfahrt in Bietigheim-Bissingen am Sonntag.

Die Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen reihen sich ein in viele weitere offizielle und nicht-offizielle Begegnungen während des halben Jahrhunderts der Partnerschaft. Begründet wurde diese  durch die Bürgermeister Karl Mai und Jean-Marie Poirier. Der Partnerschaftsvertrag zwischen beiden Städten war 1967 in Sucy-en-Brie unterzeichnet worden, die Unterzeichnung der Urkunde in Bietigheim fand im Mai 1968 statt. In der Nachfolgezeit wurde die Freundschaft weiter gefestigt vom früheren Oberbürgermeister Manfred List und fortgeführt von Bürgermeisterin Marie-Carole Ciuntu und Oberbürgermeister Jürgen Kessing.

Weitere Personen, die sich um die Partnerschaft verdient gemacht haben, waren auf französischer Seite Jean Fischer, der langjährige Generalsekretär aus  Sucy-en-Brie, in Bietigheim das Ehepaar Sigrid und Ulrich Geisler. Austauschprogramme von Schulen und gegenseitige Besuche von Vereinen, Kirchen und ganz unterschiedlichen Organisationen halten den Austausch lebendig. So hat es auch 2018 wieder einige Begegnungen gegeben, an denen die Ellentalgymnasien, die Schiller-Volkshochschule und der Schwäbische Albverein Bietigheim beteiligt waren.

Oberbürgermeister Karl Mai sagte 1968 in seiner Rede, dass die Sprache kein Hindernis der Partnerschaft sei – eine Einschätzung, mit der er offensichtlich Recht behalten hat.

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