Dass die Bissinger ihr Bad verlieren sollen, sorgte zuletzt beim Stadtteilgespräch für Unmut, ebenso bei der jüngsten Hauptausschusssitzung des Stadtverbands für Sport (die BZ berichtete). Gleichzeitig wird aber auch einiges in den Stadtteil investiert. Wie Oberbürgermeister Jürgen Kessing beim Stadtteilgespäch hervorhob, fließt unter anderem Geld in die Kinderbetreuung, die Schulen, die Straßen und den Feuerwehrstandort. Ein Überblick:

Kinderbetreuung Nach den Ausführungen des Verwaltungschefs stehen in Bissingen sechs städtische (die Kitas Brunnenstraße, Im Leintal, Kelterstraße, Entenäcker, Schillerstraße und Südstraße), eine kirchliche (der evangelische Kindergarten Panoramastraße) und eine freie Kinderbetreuungseinrichtung (die Mühlenkinder des Kulturraums Rommelmühle) zur Verfügung. In den städtischen Einrichtungen gibt es 386 Plätze, der evangelische Kindergarten betreut 36 Kinder, bei den „Mühlenkindern“ gibt es insgesamt 15 Plätze. Um die Kinderbetreuung zu erweitern, plant die Stadt derzeit den Neubau eines Kindergartens in der Gerokstraße. Vorgesehen sind vier Gruppen, kombiniert mit fünf Wohnungen im Obergeschoss. Die Baukosten werden auf insgesamt rund 7,5 Millionen Euro beziffert. Der Neubau soll in rund zwei Jahren fertig sein.

Auch in die vorhandenen Kitas wurde investiert: In der Brunnenstraße wurden die Außenanlagen für rund 40 000 Euro umgestaltet und erneuert, in der Kita Entenäcker musste die Heizungsanlage für rund 25 000 Euro erneuert werden.

Schulen Kessing verwies in Bissingen darauf, dass im Mai der Erweiterungsbau der Schillerschule für 6,6 Millionen Euro fertiggestellt wurde. Dafür gebe es einen Zuschuss von rund einer Million Euro. Derzeit würden noch die Außenanlagen sowie die Brandschutzmaßnahmen im Altbau fertiggestellt. Im Schuljahr 2019/2020 besuchen 330 Schüler die Schillerschule, davon sind 80 Kinder in den Ganztagesklassen der Klassenstufen 1 und 2. In der Ludwig-Heyd-Schule werden dieses Schuljahr 46 Kinder in den Klassen 1 und 2 unterrichtet. Nach Beendigung der Klasse 2 wechseln die Kinder in die Schillerschule.

Kosten: 6,3 Millionen

An der Waldschule (Grundschule und Gemeinschaftsschule) wird derzeit noch gebaut. Die Fertigstellung ist für Frühjahr 2020 vorgesehen. Der Neubautrakt dient einer baulichen Verbindung zwischen dem Bestandsbau der Waldschule und der Mensa und beherbergt im Erdgeschoss Klassenzimmer und Gruppenräume, im Obergeschoss Verwaltungsräume und Lehrerzimmer. Die Stadt rechnet mit Kosten von 6,3 Millionen Euro. In der Waldschule sind in der Grundschule 151 Kinder und in der Gemeinschaftsschule 214 Schüler angemeldet. Dazu kommen noch 26 Kinder in den Vorbereitungsklassen.

In der Realschule Bissingen werden 428 Schüler unterrichtet.

Straßen Was Straßen und Wege betrifft, wurde in Bissingen der Fußgänger- und Radfahrersteg über die Enz nach Untermberg aufgrund von Schäden am Beton und Belag in den Sommermonaten saniert. Kosten der Maßnahme: zirka 110 000 Euro. Folgende Straßen erhielten neue Asphaltdeckschichten: die Gerokstraße (Kosten: rund 190 000 Euro, die Schubartstraße (190 000 Euro), die Ernst-Wiechert-Straße (100 000 Euro) und die Jahnstraße, Fahrbahnbereich Ludwig-Heyd-Schule (Kosten: rund 30 000 Euro). Die bereits seit längerer Zeit laufende Maßnahme „Radwegequerung Carl-Benz-Straße“ im Bereich des Marbacher Weges ist laut Stadtverwaltung aufgrund enorm gestiegener Baukosten nun in einer abgespeckten Form fertiggestellt werden. Die Ausführung sei aber mit der Straßenverkehrsbehörde sowie dem ADFC abgestimmt und für gut befunden worden. Kosten: 95 000 Euro.

Neue Halle entsteht

Sport Bei der Jahnsportanlage wurde der Zaun aufgrund des Alters und des Zustandes ringsum erneuert. Die Kosten der Maßnahme: rund 100 000 Euro.

Feuerwehr Für das gemäß der Landkreiskonzeption vorgegebene Wechselladerkonzept muss am Standort der Feuerwehr Bissingen eine neue Halle mit einer Größe von rund 13 mal sechs Meter und einer Höhe von ebenfalls sechs Metern gebaut werden. Diese entsteht derzeit entlang des Forchenweges. Da die Wechselladerfahrzeuge noch im Jahr 2019 beschafft werden, muss die Halle noch in diesem Jahr fertiggestellt sein, so Kessing.

Die Baukosten belaufen sich auf rund eine halbe Million Euro. Vom Land gibt’s einen Zuschuss von 45 000 Euro.

Im Steinbruch nichts Neues


Anlauf steht hier Text für einen dreispaltigen Infokasten. bz