Kultur Stadt muss mehr für die Kunstschule ausgeben

Schülerinnen der Kunstschule Labyrinth beim Tanzen im Bietigheimer Schloss.
Schülerinnen der Kunstschule Labyrinth beim Tanzen im Bietigheimer Schloss. © Foto: Helmut Pangerl
Uwe Mollenkopf 13.10.2017

Ein Trio ist zum Duo geworden: Anfang des Jahres hat der Kornwestheimer Gemeinderat aus Spargründen zum 31. Juli den Ausstieg der Salamanderstadt aus dem Gemeinschaftsprojekt Kunstschule Labyrinth beschlossen. Damit sind nun Ludwigsburg und Bietigheim-Bissingen die alleinigen Träger der 1988 gegründeten interkommunalen Einrichtung. Am kommenden Dienstag soll der Gemeinderat im Bietigheimer Rathaus über einen Änderungs- und Ergänzungsvertrag beschließen.

In finanzieller Hinsicht bedeutet der Ausstieg Kornwestheims, dass dessen Anteil an den Kosten entsprechend der Schülerzahl auf die beiden verbliebenen Kommunen verteilt wird. Der Mehraufwand für Bietigheim-Bissingen ist allerdings überschaubar und wird von der Stadtverwaltung auf künftig etwa 5000 Euro pro Jahr veranschlagt.

Blickt man auf das vergangene Jahr, so fielen nach Abzug der Einnahmen rund 244 600 Euro an, welche die Kommunen für die Einrichtung locker machten. Davon trug Ludwigsburg mit einer Schülerzahl von 1210 rund 73 Prozent (179 000 Euro), Bietigheim-Bissingen mit 327 Schülern 20 Prozent (rund 48 000 Euro). Auf Kornwestheim entfielen 115 Schüler und damit 7 Prozent der Kosten (17 000 Euro).

Während die Kunstschule in Ludwigsburg in der Karlskaserne untergebracht ist, wo sie auch ihren Sitz hat, werden in Bietigheim die Räume im Schloss (Atelier und Tanzsaal) genutzt. Die Zahl der Schüler an Enz und Metter bewegt sich in den letzten Jahren zwischen 200 und 300.

Neu ist in dem Vertrag zwischen Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg, dass die Kunstschule künftig auch in Kooperation mit Kindertagesstätten und Schulen im Ganztagesbereich tätig werden kann. Außerdem ist der Beirat der Einrichtung nun vollkommen paritätisch mit Vertretern aus beiden Kommunen besetzt. Dem Gremium gehören die Oberbürgermeister der beiden Städte, die Ersten Bürgermeister, vier Vertreter der Gemeinderäte, die Leiter der Kulturämter sowie mit beratender Stimme der Leiter der Kunstschule an.

Laut der Ratsvorlage hat der Beirat in einer Sitzung die Änderungen und Ergänzungen einstimmig den Gremien der beiden Städte zum Beschluss empfohlen.