Stadtverband Sportstätten als zentrales Thema

Das SVS-Führungsgremium. In der ersten Reihe (von links) der 3. Vorsitzenden Michael Bertet, 1. Vorsitzender Günther Krähling, OB Jürgen Kessing und 2. Vorsitzender Uwe Careni.
Das SVS-Führungsgremium. In der ersten Reihe (von links) der 3. Vorsitzenden Michael Bertet, 1. Vorsitzender Günther Krähling, OB Jürgen Kessing und 2. Vorsitzender Uwe Careni. © Foto: Richard Dannenmann
Bietigheim-Bissingen.  / Walter Christ 21.03.2018

Eine lockere Angelegenheit  war einmal mehr die Mitgliederversammlung des Stadtverbands für Sport (SVS) am Montag im BHTC-Heim. Zwar waren von den 39 Mitgliedsvereinen nur 20 präsent, aber die Anwesenden, darunter auch Oberbürgermeister Jürgen Kessing und Sportkreisvorsitzender Matthias Müller, sind sich in der Zielsetzung und im Lob über das Geleistete sowie die Erfolge in der inzwischen bundesweit bekannten Sportstadt einig. Dazu passte die einstimmige Wiederwahl von SVS-Vorstandschaft  samt Hauptausschuss.

15 000 Mitglieder

Das zentrale Thema bleibt die Frage, wie es mit der Sportstätten-Entwicklung weitergehen soll. Das heißt vor allem, welche Prioritäten angesichts von mehreren Engpässen beziehungsweise des Bedarfs gesetzt werden. Wie berichtet, gibt es dazu Gemeinderatsanträge ebenso wie eine Reihe an Wünschen von Vereinen, die derzeit in einer Umfrage durch die Stadt konkret ermittelt werden. „Seit fast zwölf Jahren wurde zwar viel Geld in die Sanierung verschiedener  Sportstätten gesteckt, letztlich wurden aber keine zusätzlichen Flächen geschaffen, wenn man von der Eishalle einmal absieht“,  konstatierte SVS-Vorsitzender Günter Krähling.

Zuvor hatte er bereits darauf hingewiesen, dass es in Bietigheim-Bissingen inzwischen  mehr als 15 000 organisierte Sportvereinsmitglieder gebe und somit  jeder dritte Bietigheim-Bissinger Mitglied in einem Sportverein sei – das heiße auch fast drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen.

Oberbürgermeister Jürgen Kessing sagte dazu, dass „auch uns dieses Thema umtreibt“, man in die Sportstätten-Infrastruktur  investieren wolle, die Vereine aber auch selbst durchaus Eigen­initiative ergreifen könnten, die man dann gerne unterstütze.  Der Rathauschef  gab zu bedenken, dass in anderen Kommunen  Einrichtungen gar geschlossen würden und des Weiteren, dass die beschlossenen Investitionen im Schulbereich  sich zum Teil bis zu 30 Prozent erhöhten, die 40 Millionen Euro also erheblich überschritten würden.

Die Ergebnisse der  städtischen Bedarfsanalyse sollen nun der Klausurtagung, zu der vom SVS für den 11./12. Mai eingeladen wird, als Diskussionsbasis dienen. Ende Juli  dürfte es dann im Gemeinderat zum Schwur in Sachen Investitionsprogramm kommen.

Jugendförderpreis an TSV-Leichtathleten

Die Vorstandschaft beim SVS wurde sowohl einstimmig entlastet als auch einstimmig wiedergewählt. Kassenprüfer Dieter Fritz bescheinigte Schatzmeister Stefan Epple eine einwandfreie Kassenführung. Der auf eigenen Wunsch nach 23 Jahren ausgeschiedene Kassenprüfer Dieter Hettler erhielt ein Geschenk. Zu seinem Nachfolger wurde Michael Fissler gewählt.

Das Führungsgremium des Stadtverbandes  für Sport: Vorsitzender Günter Krähling (TSV Bietigheim); 2. Vorsitzender Uwe Careni (Judo-Club); 3. Vorsitzender Michael Bertet (Schwimmverein);  Schatzmeister Stefan Epple (Skiclub Bissingen); Schriftführer Jürgen Klein (Kanu-Club).

Hauptausschuss: Kassenprüfer Dieter Fritz (Schützengilde Bietigheim) und Michael Fissler (Tennisklub Bietigheim); Beisitzer: Bernd Hafner (DLRG); Hans-Jürgen Brockhaus (SC Bietigheim-Bissingen Steelers); Jens Rith (TV Metterzimmern); Anette Wengert (Bietigheimer Hockey- und Tennis-Club); Thorsten Mast  (Spvgg. Bissingen).

Beigeordnete: Stefan Benning (Sport- und Kulturamtsleiter); Walter Christ (BZ/Öffentlichkeitsarbeit).

Der Jugendförderpreis 2017 geht nach einem Mehrheitsbeschluss an die Leichtathletik-Abteilung des TSV Bietigheim für ihre vorbildliche Jugendarbeit. wch

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel