Sponsorenlauf Spendenlauf: 10.500 Euro für ein neues Pferd

Der Sponsorenlauf des Reitervereins Bietigheim-Bissingen war so erfolgreich, dass er den Kauf zweier Schulpferde ermöglichte.
Der Sponsorenlauf des Reitervereins Bietigheim-Bissingen war so erfolgreich, dass er den Kauf zweier Schulpferde ermöglichte. © Foto: Reiterverein
Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 09.05.2018

Anfang Februar war das Schulpferd Leo des Reitervereins Bietigheim-Bissingen gestürzt. Leo hatte sich dabei so schwer verletzt, dass er eingeschläfert werden musste – ein großer Verlust für den Verein (die BZ berichtete). Doch nicht nur emotional schmerzte Leos Tod. Der Verein konnte seinen Unterricht nicht mehr wie gewohnt fortführen, weil zu wenig Pferde da waren. Zudem war Leo erst Ende 2017 gekauft worden. Für einen Ersatz war schlichtweg das Geld nicht da, denn für ein Schulpferd könne man bis zu 10 000 Euro zahlen, erklärte Vereinssprecherin Gabriele Hubl damals der BZ.

Die Lösung: der Sponsorenlauf „Sponsored Walk“ im April. „Unser Lauf war ein voller Erfolg“, sagt Hubl. Nun hat der Verein eine vorläufige Bilanz gezogen: „Bislang haben wir die unglaubliche Summe von 10 500 Euro erreicht“, sagt Hubl und fügt hinzu: „und wir haben noch gar nicht alle Spenden ausgewertet.“ Alle Läufer zusammen sind 457 Kilometer gelaufen. Manche Teilnehmer schafften sogar 40 Runden. Auch der Verkaufsstand des Ponyclubs konnte gute Umsätze verzeichnen. Das Kinderschminken, das der befreundete Reitverein Bottwartal vor Ort veranstaltete und ein Ponyreiten bei sich, „war eine wohltuende Geste der Solidarität und hat sowohl finanziell, als auch emotional sehr gutgetan“, sagt Hubl.

Zwei Pferde für den Verein

Doch es gibt noch weitere gute Nachrichten: Bereits vor dem Sponsorenlauf war Vorstandsmitglied Claudia Schade in Norddeutschland auf der Suche nach einem Pferd und wurde fündig. „Manchmal ist man ein Halbes- oder Dreivierteljahr auf der Suche nach einem geeigneten Pferd“, erklärt Hubl. Der Vorstand ist in Vorleistung gegangen, in der Hoffnung, dass beim Spendenlauf genügend Geld zusammenkomme, um die Kosten zu decken.

„Quax heißt das neue Pferd – wie der Bruchpilot“, sagt die Vereinssprecherin. Sie hofft, dass der Name kein schlechtes Omen sei. Quax ist sieben Jahre alt und ein Fuchs. Im Moment gewöhnt er sich ein, doch in rund zwei Monaten könne er bereits langsam in den Unterricht eingeführt werden. „Er ist ganz lieb und alle sind sehr aufgeregt, dass er da ist“, sagt Gabriele Hubl.

Das zweite Pferd wurde ebenfalls bereits gekauft. „Das war schon vor Leos Tod geplant“, sagt Hubl. Es ist ein junges Pferd, gerade mal vier Jahre alt, dass vom Verein selbst ausgebildet wird, damit es später ebenfalls für den Unterricht eingesetzt werden kann. „Unsere Fee hat sich beispielsweise ihren Ruhestand mehr als verdient“, sagt Hubl. Sie ist ein Reitpony, dass zwar noch fit sei, doch gerade, wenn es kälter werde, müsse der Verein sie schonen. Mit den beiden neuen Pferden könne der Verein für einen solchen Fall vorsorgen.

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