Lauf Spannender Kampf um Platz eins

Bei besten äußeren Bedingungen starteten 1421 Läufer beim neunten BZ-Firmenlauf am Donnerstagabend.
Bei besten äußeren Bedingungen starteten 1421 Läufer beim neunten BZ-Firmenlauf am Donnerstagabend. © Foto: Martin Kalb
Bietigheim-Bissingen / Uwe Mollenkopf 13.07.2018

Das war knapp. So knapp, dass das Moderatorenduo aus Michael Kloiber und Achim Seiter nach der Ankunft der beiden schnellsten Läufer beim neunten BZ-Firmenlauf erst einmal gar nicht sagen konnte, wer Erster und wer Zweiter war. Doch dank des neuen Zeitsystems, das diesmal erstmals die Ergebnisse in Echtzeit lieferte, mussten sie das Publikum im Start- und Zielbereich nicht lange im Unklaren lassen: Mit einer Zeit von 21:02,3 Minuten gewann Ulrich Mack von der Robert Bosch GmbH das Rennen mit hauchdünnem Vorsprung vor Lamin Camara (21:03,3), der für die Bäckerei Stöckle an den Start gegangen war.

Mack, der vor dem Lauf fünf Mal in der Woche trainiert hat, ist ein Hobbyläufer – die Zielgruppe des Laufs, bei dem es mehr um den Spaß an der Bewegung als um Bestzeiten geht. Er sei die ersten fünf der 6,25 Kilometer langen Strecke nicht zu schnell angegangen, erzählt er, doch dann habe ihn der Ehrgeiz gepackt, als sich Camara absetzen wollte, sodass er diesem einen spannenden Kampf um den ersten Platz lieferte. Auf Platz 3 kam der Vorjahressieger Jonas Limmer (Team AR Sport) mit 21:32 Minuten.

In der Frauenwertung holte sich Alina Würth (Holzwerkstatt Reiber) mit 23:13 Minuten Platz eins, gefolgt von Jasmin Klotz (23:26) von den Landfrauen Markgröningen und Sina Würth (24:48), die ebenfalls dem Team der Holzwerkstatt Reiber angehört.

Zu den Handwerksbetrieben, die an den Start gingen, zählte auch der von Peter Nill aus Ingersheim. Der Firmenchef hatte allerdings keine Ambitionen auf vordere Plätze. „Ich trainiere nur ein Mal“, meinte er schmunzelnd – eben beim Wettkampf.

Als Einhorn unterwegs

Auch Norbert Layer von der Firma Bee war nicht wegen einer guten Zeit dabei. Im vergangenen Jahr sei er als Letzter durchs Startertor gelaufen, erzählte er, weil er einen Freund getroffen habe, den er seit 30 Jahren nicht mehr gesehen habe. Während des Laufs ließen die beiden im Gespräch die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren.

Andere Teams legten viel Wert aufs Äußere, um in der Wertung fürs ausgefallenste Outfit zu punkten. Alexander Panarin und seine Mitstreiter vom Team „Fischer und Collegen“ waren etwa als Einhörner unterwegs. Den Preis fürs Outfit teilte sich seine Mannschaft schließlich mit dem Team „Claus & Richter“, das als Panzerknacker antrat.  Gleichwohl schwang auch bei Panarin Ehrgeiz mit: Er wolle eine Zeit unter 30 Minuten schaffen, erklärte er vor dem Start. Am Ende brauchte er dann 30:43 Minuten für die Strecke.

Martin Obenland vom Team Nidec war zu dieser Zeit schon im Ziel, er hatte 23:20 Minuten gebraucht. Er hatte sich teamintern einen italienisch-spanisch-deutschen Dreikampf geliefert. Die Zeit sei ok, so Obenland, mit 52 Jahren müsse man zufrieden sein, wenn sie im Bereich des Vorjahres bleibe.

Apropos Vorjahr: Erneut konnten die Teilnehmer des vom Reha-Zentrum Hess und vom Laufsportspezialisten AR Sport Performance veranstalteten Laufes bei besten äußeren Bedingungen starten. Morgens beim Aufbau habe es noch etwas geregnet, berichtete Mathias Hinz vom Organisationsteam, doch am Abend beim Start, der pünktlich um 19.30 Uhr stattfand, war kaum noch ein Wölkchen am Himmel.

Auch die Läuferzahl gab den Veranstaltern Anlass zur Freude: 1421 Läufer traten an und erreichten auch alle das Ziel. Damit  ist die Vorjahreszahl erneut übertroffen worden. Viele Teams, die seit Jahren dabei seien, würden immer größer, hat Claus Ruckenbrod vom Organisationsteam beobachtet.

Hofmeister mit meisten Azubis

Den Titel „größtes Laufteam“ konnte wiederum die Firma Valeo für sich verbuchen, die mit 216 Teilnehmern angetreten war. Das größte Azubi-Team stellte die Firma Hofmeister.

  Wie die beiden Moderatoren Seiter und Kloiber bereits vor dem Start feststellten, war das gute Wetter nicht nur für den Lauf hervorragend, sondern auch für die „After-Run-Party“, die von  der Live-Band „Friend of Music“ musikalisch umrahmt wurde.

Überschrift Infokasten einzeilig

Anlauf steht hier Text für einen dreispaltigen Infokasten. bz

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