Bietigheim-Bissingen Silvesterlauf: 3500 rennen ins neue Jahr

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JULIA SCHWEIZER ANDREAS EBERLE 29.12.2015
Zum 35. Mal starten am Donnerstag zahlreiche Läufer beim Bietigheimer Silvesterlauf. Die Organisatoren erwarten neben den Vorjahressiegern und weiteren Spitzenathleten rund 3500 Hobbyläufer - zwei Gruppen feiern dabei Premiere.

Die Wetteraussichten sind besser als für das vergangene Jahr, die Anmeldezahlen erfreulich und die letzten Vorbereitungen laufen gut - in Bietigheim ist schon fast alles bereit für eines der größten sportlichen Ereignisse in der Region und naturgemäß das letzte in diesem Jahr. Den Startschuss für den 35. Silvesterlauf gibt um 14 Uhr Oberbürgermeister Jürgen Kessing an der Sporthalle am Viadukt in der Holzgartenstraße.

Und danach wird das Gewusel losgehen: 3021 Einzelstarter haben sich bis zum Stichtag online angemeldet, um den Jahresabschluss an der Enz zu feiern. Aufgrund der Wettervorhersage rechnet der Veranstalter mit einer großen Anzahl an Nachmeldungen, sodass sich wieder rund 3500 Sportler auf die 11,1 Kilometer lange Strecke durch die Altstadt und die Enzauen begeben werden. "Sechs, sieben Grad und leicht bewölkt - für den Silvesterlauf ist das optimales Wetter", sagt Dieter Matzat vom Organisationsteam. Die Veranstalter freuen sich auch, dass es wieder gelungen sei, "ein Top-Läuferfeld mit bekannten Namen aus der aktuellen Bestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands zu besetzen".

Mit Alina Reh (SSV Ulm 1846) und Rico Schwarz (ASV Erfurt) gehen auch die Silvesterlauf-Gewinner aus dem Vorjahr wieder an den Start. Die beiden Spitzensportler tragen zugleich die Favoritenbürde. Reh, die Jugend-Leichtathletin des Jahres 2014, peilt bei der 35. Auflage der Traditionsveranstaltung den Hattrick an und will zum dritten Mal in Folge die Frauen-Wertung für sich entscheiden. Auch Schwarz ist ein alter Bekannter in Bietigheim: Der 27-jährige Thüringer zählt mit seinen bisherigen zwei Silvesterlauf-Siegen und einem zweiten Platz zu den erfolgreichsten Sportlern in der Geschichte des Laufevents. Seine wohl größten Konkurrenten um Platz eins sind diesmal Marcel Bräutigam und Manuel Stöckert. Der 18 Jahre alten Alina Reh könnte vor allem die letztjährige Zweitplatzierte Annett Horna (LC Rehlingen) gefährlich werden.

Auf dem Weg an die Laufspitze sind vielleicht auch einmal einige Teilnehmer des erstmals angebotenen Staffelwettbewerbs. Jeweils drei Läufer der Jahrgänge 2003 bis 2000 beziehungsweise 2003 bis 1996 bilden ein Team. 13 Gruppen haben sich angemeldet. "Für den Anfang ist das ganz gut", sagt Matzat über den Testlauf. Für das Organisationsteam sei es am Donnerstag auch interessant zu sehen, ob das mit den Wechselzonen so funktioniere.

Und auch für eine zweite Läufergruppe ist es die erste Teilnahme am Silvesterlauf. Rund 70 Flüchtlinge, die in Bietigheim-Bissingen untergebracht sind, werden an den Start gehen, Ehrenamtliche vom Freundeskreis Asyl haben in den vergangenen Wochen für sie Laufkleidung organisiert und mit ihnen trainiert. Etwa 20 bis 25 Flüchtlinge werden zudem als Helfer beim Aufbau beteiligt sein. "Ein gutes Beispiel dafür, dass Sport grenzenlos ist und die Menschen miteinander verbindet", sagt Matzat.

Insgesamt kann das Silvesterlauf-Team auf 300 Helfer bei der Vorbereitung am Mittwoch und am Lauftag - an diesen beiden Tagen findet auch die traditionelle Läufermesse in der Sporthalle am Viadukt statt - selbst zählen. Für die Sicherheit auf der Laufstrecke sorgen 65 Streckenposten, die vom THW und DRK unterstützt werden. Zudem gibt es wieder sogenannte Zugläufer, die den Freizeitsportlern helfen sollen, ihre angestrebte Zeit von 50, 60 oder 70 Minuten für die zwei Runden - die erste mit 4,8, die zweite mit 6,3 Kilometern Länge - zu erreichen, und die mit entsprechenden Ballons unterwegs sein werden.

Die Ehrung der schnellsten Frauen, Männer und Mannschaften findet im Anschluss des Silvesterlauf gegen etwa 15.15 Uhr vor der Halle am Viadukt satt. Zudem erhalten der schnellste Läufer und die schnellste Läuferin aus dem Kreis Ludwigsburg und der Stadt Bietigheim-Bissingen sowie das größte Team und die beiden Siegerteams des Staffellaufs jeweils einen Preis.

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