Ein 90 Jahre alter Mann hat sich am Dienstag gegen 14.30 Uhr auf das Bietigheimer Enztalviadukt begeben und damit den Bahnbetrieb gestört. Das teilt die Bundespolizei mit. Der Mann begab sich in den Gleisbereich am Haltepunkt Ellental, um von dort aus zu Fuß auf das Viadukt zu gelangen. Die Landespolizisten trafen den Rentner auf der Brücke an, brachten ihn aus dem Gefahrenbereich und übergaben ihn einer Streife der Bundespolizei. Der 90-Jährige zeigte sich uneinsichtig und erkannte offenbar kein Fehlverhalten wegen seines Spaziergangs. Er muss nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts der Vornahme einer Bahnbetriebsstörung rechnen. Die Bahnbrücke musste kurzzeitig gesperrt werden.

Die Bundespolizei weist daraufhin, dass Aufenthalte im Gleisbereich lebensgefährlich sind. Züge nähern sich fast lautlos und können oft erst sehr spät wahrgenommen werden. Selbst bei einer sofort eingeleiteten Notbremsung kommen Züge erst nach mehreren hundert Metern zum Halt. Gleise dürfen nur an den hierfür bestimmten Stellen überquert werden.