Gemeinderat Sanierung der Leichenhalle zugestimmt

Bietigheim-Bissingen / Rena Weiss 13.02.2019

Dem Entwurfsplan zur Erweiterung und Sanierung der Leichenhalle auf dem Friedhof Sankt Peter in Bietigheim-Bissingen wurde mit einer Enthaltung zugestimmt. Wie die BZ berichtete, hat das in den 50er-Jahren gebaute Bestandsgebäude seine Kapazitätsgrenzen erreicht und entspricht weder technisch noch flächenmäßig den heutigen Ansprüchen und Vorgaben an eine Leichenhalle. Neben einer Modernisierung des Bestandsgebäudes soll nun ein Erweiterungsbau hinzugefügt werden. Baubeginn sei im Sommer 2019. „Der Neubau ordnet sich der bestehenden Kirche unter“, sagte Thomas Reusch-Frey zu den Planungen. Der SPD-Gemeinderat fügte hinzu, dass der Aspekt Denkmalschutz zentral sei und gelungen umgesetzt wurde. Unter Denkmalschutz stehen die Friedhofskapelle und die Mauer.

Kosten: 1,09 Millionen Euro

Kosten soll das Ganze rund 1,09 Millionen Euro. „Die Kosten werden sich sicherlich auf die Friedhofsgebühr niederschlagen“, sagte Reusch-Frey. Doch erklärte er, dass es sich hier um eine notwendige Sanierung handle und keine Luxusausgabe. Von der Notwendigkeit ist auch Eva Jahnke überzeugt, nicht aber von der Umsetzung. „Es gibt leider Vorschläge in der Planung, die nicht meine Zustimmung bekommen“, sagte die CDU-Rätin. Zum einen nannte sie die Zufahrt zur Anlieferung der Särge. Diese sei mit einer Rampe geplant, die eine Neigung von acht bis neun Prozent hat. „Das bedeutet für die Leute, die be- und entladen eine körperliche Belastung.“ Ihr Kollege von der FDP-Fraktion, Dr. Georg Mehrle, warf ein, dass diese Rampe bereits im Technischen Ausschuss besprochen und diskutiert wurde. Auch Bürgermeister Joachim Kölz bestätigte dies: „Wir haben auch heute schon eine Rampe mit dieser Neigung.“ Doch merkte er an, dass die Stadtverwaltung prüfen lasse, ob die Rampe Länger werden könnte, um die Neigung zu minimieren. „Viel wird da nicht machbar sein“, sagte er jedoch.

„Ich finde das unzumutbar für die Angehörigen“, bezeichnete Eva Jahnke jedoch die mangelnde Barrierefreiheit am Haupteingang auf westlicher Seite. „Wir haben Barrierefreiheit“, entgegnete Kölz. Nur erschwere der Denkmalschutz des Altbestands einen barrierefreien Eingang enorm. Vom nun geplanten barrierefreien Eingang zum Verabschiedungsraum seien es nur wenige Meter, so der Bürgermeister. Wenig Verständnis für Jahnkes Kritik zeigte Albrecht Kurz, GAL: „Es haben meiner Meinung nach noch die goldenen Wasserhähne in ihrer Ausführung gefehlt.“ Die GAL-Fraktion begrüße die Vorlage.

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