Bietigheim-Bissingen / Yasina Hipp  Uhr

Tannenzweige und Christbaumkugeln schmückten am vergangenen Sonntag die Reithalle des Reitvereins Bietigheim-Bissingen. Die festliche Dekoration war zu einem ganz besonderen Anlass angebracht worden: das alljährliche Weihnachtsreiten des Vereins. Klaus Dieterich, Vorsitzender, begrüßte alle Gäste: „Wir freuen uns, dass so viele Zuschauer gekommen sind und wollen dieses aufregende und ereignisreiche Jahr nun heute gemeinsam abschließen.“ Viele Vereinsmitglieder, Eltern, Gäste von auswärts und Kinder waren gekommen um bei dem Spektakel dabei sein zu können.

Nach Unfall eingeschläfert

Bevor es losging, blickte Dieterich noch auf das vergangene Jahr zurück: „Das Jahr startete ja mit einem schweren Schicksalsschlag, nachdem unser Schulpferd Leo nach einem Unfall eingeschläfert werden musste. Durch einen Spendenlauf und finanzielle Unterstützung von außen konnten wir diese Krise aber überstehen und ein neues Pferd kaufen.“ Auch die Hitze in diesem Sommer, mache dem Verein noch zu schaffen, voraussichtlich sogar noch bis in das Jahr 2019 hinein. Denn die Heuernte sei nicht gut ausgefallen und somit würden die Reserven knapp. „Nächstes Jahr dann ist ein großes Festjahr: Unser Verein wird 50 Jahre alt. Das werden wir bei einigen Veranstaltungen feiern“, gab der Vorsitzende auch noch einen Ausblick auf das Jahr 2019.

Die Jagdhornbläsergruppe des Vereins spielte zur Einstimmung auf den Nachmittag einige Stücke aus ihrem Repertoire. Dann begannen die Auftritte der Kinder und Jugendlichen des Vereins. „Die jungen Reiter haben alles selbstständig organisiert und auf die Beine gestellt. Sie wollten, dass dieses Jahr das Reiten ganz im Vordergrund steht“, sagte Manuela Kruska, die für den Jugendbereich und auch das Weihnachtsreiten verantwortlich ist. Insgesamt standen 69 Kinder und Jugendliche mit ihren Pferden und Ponys in der Reithalle. Seit eineinhalb Monaten trainierten die zehn Gruppen, unter der Leitung der Reitlehrerin Ricarda Mestäcker, auf den großen Tag hin.

Den Auftakt machte die Voltigier-Nachwuchsgruppe. Auf einem Holzpferd zeigten die Mädchen als Engel verkleidet, ihre einstudierten Figuren. Ihnen folgte die Fördergruppe, die nun auf dem Pferd „Romeo“ ebenso ihre turnerischen Einlagen präsentierte. Als Nächstes kam „Rudolph, The Red Nosed Reindeer“ hoch zu Ross in die Halle geritten. Begleitet von dem Weihnachtsmann und zwei weiteren Rentieren auf Pferden, gaben die vier jungen Reiter ihre Choreografie auf das gleichnamige Lied zum Besten. In den Mähnen der Tiere hatten die Pferdefreunde Lichterketten befestigt und in das Fell Sterne rasiert, um auch den Tieren den weihnachtlichen Touch zu verleihen.

Den vier Reitern folgte der Ponyclub mit den kleinsten Vereinsmitgliedern und den kleinsten Ponys. Sie ritten zum Lied „In der Weihnachtsbäckerei“ durch die Halle. Als fünfte Gruppe kam eine Quadrille aus vier Reitern, die gemeinsam mit ihren Pferden eine Choreografie zum Thema „Frozen“ darstellten. Verkleidet als „Elsa“ und „Olaf“, verzauberten sie vor allem die jungen Zuschauer. Diesen Gruppen folgten weitere Schulpferd- und Voltigiergruppen und eine Ponyreitstunde. „Ich bin sehr stolz auf die Kinder, wie sie das alles gemeistert haben. Und ich bin froh, dass auch alle Pferde fit waren“, so Manuela Kruska. Zwischen den einzelnen Gruppen, war es den Zuschauern nicht erlaubt zu klatschen, um die Vierbeiner nicht zu erschrecken. Dafür gab es, als alle Beteiligten, ohne Pferde und Ponys, zum Abschluss in die Halle kamen, umso mehr Applaus von allen anwesenden Gästen. Der Besuch des Weihnachtsmanns rundete das Reitevent am dritten Advent ab.