Lange Zeit hat sich im vergangenen Jahr an der Baustelle bei der Hillerschule nichts getan, doch nun geht es voran. Inzwischen haben die Arbeiten am Rohbau begonnen. Ziel ist es nach Auskunft von Pressesprecherin Anette Hochmuth, dass dieser bis zum Herbst dieses Jahres fertiggestellt wird.

Wie berichtet sollte mit den Bauarbeiten nach dem Abbruch der alten Sporthalle eigentlich im Frühjahr 2018 begonnen werden. Aufgrund des Wechsels des Tragwerkplaners musste der Start der Neubaumaßnahme aber stattdessen auf den Beginn der Sommerferien verlegt werden. Der Neubau soll sowohl den zusätzlichen Flächenbedarf der Hillerschule abdecken, der sich aus den Anforderungen an die Ganztagsbetreuung ergibt, als auch Raum für eine neue Sporthalle bieten.

Mensa im 2. Obergeschoss

Die Sporthalle soll sich im Untergeschoss des Gebäudes befinden. Auf Schulhofniveau (Erdgeschoss) werden die beiden Zugänge entstehen. Der Neubau erhält darüber ein 1. Obergeschoss als Zwischengeschoss für weitere Umkleide- und Duschräume sowie Technikräume. Der Ganztagesbereich mit Mensa entsteht im 2. Obergeschoss.

Weiter sieht die Planung vor, dass die Fassaden des Neubaus mit Klinkermauerwerk gestaltet werden, um so einen Bezug zu den bestehenden, denkmalgeschützten Schulgebäuden herzustellen.

Doch bis dahin wird es noch etwas dauern. Die Bauarbeiter arbeiten derzeit – je nachdem, wie es die Witterung erlaubt – an der Bodenplatte, außerdem stehen Arbeiten zur Gründung von Gebäudelementen wie dem Aufzug an, berichtet Anette Hochmuth.

Nötig war auf der Baustelle die Sicherung der teilweise steilen Wände der Baugrube, damit diese nicht abrutschen. Das sei durch den sogenannten Berliner Verbau geschehen, berichtet die Sprecherin. Dabei werden Stahlträger in den Boden gebracht und anschließend parallel zur Ausschachtung Bohlen zwischen Trägern eingebaut.

Sobald der Rohbau fertig ist und mit dem Innenausbau begonnen wird, werde es über die Volkshochschule auch Führungen durch das Gebäude geben, kündigt Anette Hochmuth an.

Kosten: 8 Millionen Euro

Die Kosten waren mit 7,15 Millionen Euro angesetzt gewesen, eine Summe, die jedoch nicht zu halten war. Inzwischen rechnet die Stadtverwaltung mit Gesamtkosten von 8 Millionen Euro. Der Zeitplan sieht vor, dass der Neubau bis Mitte 2020 fertig ist.