Die Stimmung ist gut bei Arnulf Woock vom Music Circus Concertbüro, das die Konzertreihe „Live am Viadukt“ mit veranstaltet hat. „Wir sind insgesamt sehr zufrieden“, sagt er. 20 000 Besucher waren an den drei Tagen zum Viadukt nach Bietigheim-Bissingen gekommen. Kritisch betrachtet hätte sich Woock am Samstag beim „Hip-Hop am Viadukt“ mehr Besucher gewünscht. „Mit Dendemann, der Antilopengang und den anderen Künstlern war es ein schlüssiges Programm“, sagt Arnulf Woock. Doch Dendemann als Headliner fülle normalerweise größere Clubs. Wenn man es damit vergleiche, seien die 3000 Besucher am Samstagabend angemessen.

„Wir werden daran arbeiten“, verspricht er aber fürs nächste „Live am Viadukt“, das bereits in Planung ist. Auch nächstes Jahr soll es drei Konzerte geben. „Das erklärte Ziel ist ein Programm für verschiedene Altersklassen und Geschmäcker auf die Beine zu stellen“, sagt Woock.  Das sei dieses Jahr gut gelungen, findet der Veranstalter und habe sich auch in der Stimmung widergespiegelt.

Es habe keine großen Polizeieinsätze gegeben oder gar Schlägereien. Trotz der Hitze waren die Rettungsdienste zum Glück nur selten im Einsatz. „Wir haben mit 25 an allen drei Tagen eine extrem geringe Anzahl an Einsätzen“, sagt Woock, „zum Vergleich: Am Samstag hat Andreas Gabalier in Stuttgart gespielt, da waren es 80.“ Allerdings auch 50 000 Besucher. Das zeige ihm aber, dass die Getränkeversorgung gut funktioniert habe, so Woock.

Kritik gab es dennoch, vor allem bei ZZ Top: Zu leise sei die Band gewesen und die Parkplatzsituation war schlecht, hieß es in den sozialen Medien. „Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass die Besucher den ÖPNV nutzen sollen“, sagt Arnulf Woock. „Irgendwann waren die Kapazitäten erschöpft.“ Dann räumt er ein, gab es am Mittwoch Kommunikationsprobleme. „Es wurden Fahrzeuge auf die Parkplätze gelassen, obwohl diese bereits voll waren.“ Doch am Freitag lief es besser, sagt Woock, „allerdings kamen bei ZZ Top viele von weiter her und deswegen auch mit dem Auto.“ Für nächstes Jahr werde noch weiter auf die ÖPNV-Möglichkeiten hingewiesen und weitere Parkplatzmöglichkeiten geprüft. Doch, so der Veranstalter, die Kapazitäten sind, wie sie sind. „Es gab hier schon Veranstaltungen mit mehr Besuchern, beispielsweise bei Pur, und da hat es auch funktioniert“, setzt Arnulf Woock in Relation. Er verspricht für nächstes Jahr ein überarbeitetes Parkleitkonzept.

„Die Künstler haben ihre eigenen Tontechniker dabei“, erklärt Woock auf die Kritik, ZZ Top sei zu leise gewesen. „Da kann es ein oder zwei Songs dauern, bis alles richtig eingestellt ist.“ Das sei dann aber gelungen, findet Woock. Er lobt das Publikum und das Team, das gute Stimmung verbreitet habe. „Es war ein sehr schönes, angenehmes Publikum, das einfach die Abende genossen hat. Das ist für beide Seiten angenehm.“ Lob gab es auch für die Sauberkeit: „Wir müssen Danke sagen, dass alle sehr ordentlich waren.“ Das lag auch am Pfandsystem, so der Veranstalter. Er freue sich auf das nächste „Live am Viadukt“: „Das Gelände mit der Enz und dem Viadukt ist so schön. Es ist toll, dass wir dort regelmäßig Veranstaltungen machen können.“