Wir sind sehr zufrieden. Die Anmeldezahlen sind super“, sagt Jürgen Schmiedel, Leiter der Schiller-VHS des Landkreises Ludwigsburg zwei Tage vor Beginn der Akademietag. Mit 312 Anmeldungen habe man in der zwölfjährigen Geschichte einen Höchstwert erreicht. „Das zeigt, dass wir mit der Veranstaltung genau richtig liegen“, sagt Schmiedel. Die Veranstaltung am Mittwoch und Donnerstag im Kronenzentrum hat das Thema „Die herausgeforderter Demokratie“. Veranstalter sind die Schiller-Volkshochschule, der Dachverband für Seniorenarbeit und die Stadt Bietigheim-Bissingen.

Schön seien die hohen Anmeldezahlen laut Schmiedel auch im Hinblick auf das Engagement des sechsköpfige Organisationsteams. „Die ehrenamtlich Engagierten bringen sich sehr gut ein“, so der VHS-Chef. 38 Prozent der angemeldeten Teilnehmer kommen aus Bietigheim-Bissingen. „In der Regel ist das bei unseren Veranstaltungen so, dass ein Drittel der Leute aus dem Ort kommen und der Rest auch von weiter weg“, sagt Schmiedel und fügt an: „Bei den Akademietage bleiben die Teilnehmer zwei Tage und zählen  auch zu den Touristen.“ Auch die Art der Veranstaltung spiele laut Schmiedel eine Rolle beim Erfolg. Viele Teilnehmer seien nicht das erste Mal dabei und würden immer wieder kommen.

Los geht’s mit OB Kessing

Schon der vorgezogene Auftakt zur Reihe in diesem Jahr war gut besucht. Bereits Ende Oktober gab es im Kronenzentrum eine Veranstaltung mit Professor Holger Sonnabend von der Uni Stuttgart (die BZ berichtete), die das Thema der herausgeforderten Demokratie von der historischen Perspektive beleuchtete.

Erster Redner am Mittwoch zum Auftakt um 9 Uhr ist dabei keiner der Professoren, sondern Bietigheim-Bissingens Oberbürgermeister Jürgen Kessing. Nach seiner Begrüßung widmet sich Professor Hans Vorländer von der TU Dresden dem Thema „Demokratie ist nicht gleich Demokratie - Strukturunterschiede und Herausforerungen“.

Um 11.15 Uhr geht es dann mit Professor Frank Decker von der Uni Bonn um wachsenden Populismus und Nationalismus in Europa, bevor Professor Thomas Heberer von der Uni Duisburg-Essen mit „Die Gesellschaftsordnung Chinas - eine Herausforderung für die westlichen Demokratien?“, den ersten Tag beschließt. „Auf diesen Vortrag freue ich mich ganz besonders, weil ich selbst einmal ein paar Tage in China war. Die Menschen dort nehmen es nicht so wahr, dass sie in einer Diktatur leben“, sagt Schmiedel.

Das Programm für Tag 2 der Akademietage musste im Oktober noch einmal umgeschmissen werden, weil die Referentin Ulrike Guérot aus beruflichen Gründen absagen musste. An ihrer Stelle wird nun Professor André Bächtiger von der Uni Stuttgart ab 9 Uhr zum Thema „Mehr Demokratie wagen?“ sprechen. Im Anschluss geht es bei Professor Helmut Willke von der Uni Friedrichshafen um die „Herausforderungen der Demokratie in Zeiten der Konfusion“ und zum Abschluss der Akademietage 2018 geht es bei dem Vortrag des Philosophen Professor Johannes Heinrichs aus Dusiburg um „Wertstufendemokratie - eine Revolution der Demokratie“.

Info Die Veranstaltungen enden an beiden Tagen gegen 16.30 Uhr. Neben einer kurzen Pause zwischen den ersten Vorträgen ist auch jeweils eine längere Mittagspause eingeplant.

www.schiller-vhs.de