Mehr als 60 Jahre alt ist die Sporthalle am Viadukt. Seit 1957 rannten und sprangen etliche Schüler und Sportler auf dem Hallenboden herum. Seit Juni ist das nicht mehr möglich, denn der Hallenboden wird erneuert. Der alte Linoleumbelag war abgenutzt und wird durch ein Holzparkett ersetzt. „Zugleich wird die Tragschicht verstärkt, damit  sich die Belastbarkeit erhöht“, erklärt Anette Hochmuth, Sprecherin der Stadt Bietigheim-Bissingen.

Der alte Boden ist inzwischen bereits entfernt und Handwerker sind seit Montag dabei eine Unterkonstruktion aus Holzlatten aufzubauen, auf der der neue Parkettboden verlegt wird und die eben die Tragschicht verstärkt. „Das Holzparkett ist insgesamt länger haltbar als Linoleum“, sagt Hochmuth. Empfindlicher sei es nicht und die Nutzung könne weiterhin so bleiben, wie bisher, allerdings müsse mit dem Harzen aufgepasst werden. Das mussten die Handballer aber auch schon beim vorherigen Linoleumboden. Denn währen die Spieler es lieben, hasst es vermutlich jeder Hausmeister. Das Harz lagert sich am Hallenboden ab und wenn es nicht zeitnah entfernt wird, dann tritt sich die Masse fest und der Boden bleibt klebrig.

Bis zur Automesse fertig

Bis Ende August wird in der Halle noch gearbeitet. Pünktlich zur Automesse beim Pferdemarkt muss die Halle aber wieder nutzbar sein, sagt die Pressesprecherin. „Die Arbeiten laufen nach Plan, auch im zeitlichen Rahmen wie beabsichtigt“, ergänzt sie. Da die Spiele der Handballteams vorbei sind, konnte direkt mit den Arbeiten begonnen werden. Die Trainingseinheiten wurden in andere Hallen verlegt. Diesen Monat sind noch die Ellentalgymnasien betroffen. „Wir wurden vom Kultur- und Sportamt frühzeitig informiert und die Arbeiten wurden so geplant, dass sie eben in der Schönwetterzeit und in den Sommerferien stattfinden“, sagt Matthias Helmle, stellvertretender Schulleiter Gymnasium I im Ellental. Im Erdgeschoss sei ein Hallenteil zudem nutzbar, da es dort keine Arbeiten gibt. Die Gruppen nutzen in der Zeit die Sportstätten im Freien, einige kleine Lücken, die es in der Gymnasiumshalle gibt und – da, wo es sich anbietet – die Möglichkeiten im Ballkult. „An den sehr heißen Tagen letzte Woche mussten wir im Sport allerdings improvisieren, denn da war mittags auch nicht mehr an den Sportplatz zu denken“, sagt Helmle und ergänzt, „maßvolles Joggen im Schatten an der Enz ging aber wohl noch.“ Ein späterer Beginn hätte das rechtzeitige Ende gefährdet, was aber aufgrund des Pferdemarkts nicht geht, so Hochmuth.

Insgesamt werden die Arbeiten bis Ende August dauern. Neben einem neuen Boden werden weitere Verbesserungen, wie neue Tore und neue Ballfangnetze eingebaut. Die Kosten für das neue Stirnholzparkett und die Tore und Netze werden insgesamt bei rund 200 000 Euro liegen.